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dem Louvre zu kommen versuchen sollte; er entschied sichfür das Letztere, beschleunigte abermals seinen Laus,sprang auf einmal zehn Stufen hinab, gelangte zurPforte, sagte das Losungswort und enteilte mit dem Rufe:
„Geht da hinauf, man mordet für Rechnung des
Königs."
Die Bestürzung benützend, Weiche seine Worte inVerbindung mit den Pistolenschüssen bei dem Posten her-vorgebracht hatten, gewann er das Weite und verschwandin der Nne du Coq, ohne eine Schramme bekommenzu haben.
In diesem Augenblick sagte Catharina zu ihrem Ka-pitän der Garden:
„Bleibt, ich werde selbst Nachsehen, was vorgeht."
„Aber, Madame," erwicberte der Kapitän, »die Ge-fahr, der Eure Majestät auSgesetzt seyn könnte, befiehltmir, zu'-folgen."
„Bleibt, mein Herr," sprach Catharina mit nochgebieterischerem Tone, als das erste Rial. „Es gicbtum die Könige einen mächtigeren Schutz, als das mensch-liche Schwert."
Der Kapitän blieb.
Catharina nahm nun eine Lampe, steckte ihre Füßein Sammetpantoffeln, verließ ihr Gemach, erreichteden mit Rauch gefüllten Corridor und ging unempfind-lich und kalt wie ein Schatten nach der Wohnung desKönigs von Navarra.
Alles war wieder still geworden.
Catharina gelangte zur Vorthüre, schritt über dieSchwelle und erblickte zuerst den ohnmächtigen Ortho».
„Nh! ah!" sagte sie, „hier ist der Lackei, bald wer-den wir auch de» Herrn finden." Und sic ging durch diezweite Thüre.
Hier stieß ihr Fuß an einen Leichnam: sie senkteihre Lampe: eS war der der Wache, welcher Mouh den.Schädel gespalten hatte; der Mann war todt.