Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
129
Einzelbild herunterladen
 

12 »

Schwäche hatte, beim die Anwesenden bemerkten, wiegroße Schweißtropfen über ihr Gesicht rollten.

Frau von Sauve gehorchte diesem ausdrücklichenBefehle, aber »ur ihre Stimme und ihre Augen sunctio-nirteii. Bei andern Gegenständen umherschweifend, zeigteder Armen ihr Geist eine furchtbare Gefahr, von der sieein theuereS Haupt bedroht glaubte. Nach ein paarMinuten des Kampfes fühlte sie sich so eingepreßt zwi-schen ihrer Gemüthsbcwegung und der Etiquctte, daß ihreStimme verständlich zu sehn aufhörte; das Buch entfielihren Händen, und sie wurde ohnmächtig.

Plötzlich vernahm man ein noch viel heftigeres Ge-töse; ein schwerer, eiliger Tritt erschütterte die Flur :zwei Schüsse Mächten die Fensterscheiben zittern; er-staunt über diesen übermäßig ausgedehnten Kampf erhobsich Katharina, ebenfalls bleich, die Augen weit aufgöl-sperrt, und in dem Moment, wo der Kapitän der Gar-den hinansstürzen wollte, ergriff sie diesen beim Armupd sagte:

Jedermann bleibe hier! ich werde selbst Nachsehen,was vergeht."

Man höre, was vorging, oder vielmehr waS vor-gegangen war.

Von Moup hatte am Morgen aus den Händen vonOrthon den Schlüssel von Heinrich erhalten. In die-sem Schlüssel, welcher gebohrt war, bemerkte er einzusammengerolltes Papier; er zog es mittelst einer Na-del heraus.

ES war die Parole des Louvre für die nächsteNacht.

Außerdem hatte ihm Orthon noch mündlich dieWorte von Heinrich üherbracht, wodurch von Moup ein-geladen wurde, sich um zehn Uhr bei dem König imLouvre einzusinden.

Um halb zehn Uhr legte von Mouy eine Rüstungan, deren Tüchtigkeit er bereits mehr als einmal er-Königin Margot. II. L