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Außerordentliches im Louvre um einen Pistolenschluß,um einen Schrei? Lest, lest, Carlolta."
„Aber hört doch, Madame/' sagte diese, währendHerr von Nancey mit der Hand an seinen Degengriff,La stand und ohne die Erlaubniß der Königin nicht hln-anSzugehen wagte; „hört, man vernimmt Tritte,-Flüche . .
„Soll ich mich erkundigen, Madame?" sprach derKapitän,
„Keineswegs, mein Herr / bleibt hier," erwiederteKatharina, sich auf eiuer Hand erhebend, gleichsam umihrem Befehle mehr Kraft zu verleiben. „Wer würdemich denn im Falle einer Unruhe beschützen? Es sindwohl einige betrunkene Schweizer, die sich schlagen/'
Die Ruhe der Königin bildete mit dem Schrecken,oer über der ganzen Versammlung schwebte, einen somerkwürdigen Kontrast, daß Frau von Sauve, so schüch-tern sie auch war, einen fragenden Blick an die Königinrichtete.
„Aber, Madame," -rief sic, „mau sollte glauben,es würde Jemand gctödtet,"
„Wen soll man denn^ödten?"
„Den König von Navarra, Madame, der Lärmkommt von seinem Zimmer her,"
„Die Alberne!" murmelte die Königin, deren Lip-pen, trotz ihrer Selbstbeherrschung, sich seltsam zu be-wegen ansingen, denn sie stammelte ein Gebet; „die Al-berne, sie sieht ihren König überall!"
„Mein Gott! mein Gott!" rief Frau von Sauvein ihren Lehnstuhl zurücksinkend,
„Es ist vorbei," sagte Katharina. „Kapitän,"fuhr sie, sich an Herrn von Nancey nmwendend, fort, „lstUngebührliches-im Louvre vorgefallen, so hoffe ich, daßIhr morgen die Schuldigen streng bestrafen werdet.
Lest wieder, Charlotte.''
Und Katharina fiel von selbst auf ihr Kopfkissen ineine Unbeweglichkeit, welche große Ähnlichkeit mit einer