Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
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meinem Namen, denn ich hatte ein zweites für ihn be-stimmt."

»Ihr hört, Heinrich/' sprach Franz; „meine guteMutter bringt mir diesen Juwel und verdoppelt seinenWerih, indem sie mir denselben Euch zu schenken erlaubt,"

Heinrich gerieth ganz in Begeisterung über dieSchönheit der Agraffe und übcrströmte von Danksagungen,

AIS dieser ÄuSbruch vorüber war, sagte Catharina:

„Mein Schn, ich fühle mich ein wenig unpäßlichund will mich zu Belte legen; Euer Bruder Karl istsehr angegriffen von seinem Falle und wird dasselbe lhun.Man wird diesen Abend nicht in Familie speisen undJeder soll in seinem Zimmer bedient werden. Ah! Hein-rich, ich vergaß, Euch mein Complüneut über ElternMulh und Euere Gewandtheit zu machen, Ihr habtrEuern König und Schwager gerettet und sollt belohntwerden,"

„Ich bin cs bereits, Madame," antwortete Hein-rich sich verbeugend.

„Durch das Gefühl, Euere Pflicht gethan zu haben?"versetzte Catharina, „das ist nicht genug, glaubt mir,daß Karl-und ich darauf bedacht sind, etwas zu thnn,Wodurch wir uns unserer Schuld gegen Euch entledigen."

„Alles, was mir von Euch und meinem gutenSchwager znkommt, ist willkommen, Madame,"

Nach diesen Worten entfernte sich Heinrich mit einerVerbeugung,

„Äh! mein Schwager Franz," dachte Heinrich, alser wegging, „ich weiß nun gewiß, daß ich nicht alleinreise, und die Verschwörung, welche ein Herz hatte, hatnun auch einen Kopf gefunden, und was noch besser ist,dieser Kopf bürgt mir für den meinigen. Nur müßenwir auf unserer Hut scpn, Catharina macht mir einGeschenk, verspricht mir eine Belohnung : dahinter steckteine Teufelei, und ich will mich diesen Abend mit Mar-garethe besprechen."