nicht aufzuheben versuchen. Die Furcht vor Ermattungbenimmt mir die Lust dazu?'
„Heinrich, Ihr leistet also wirtlich Verzicht?"
„Ich habe es Herrn von Mouy gesagt und wieder-hole es Euch."
„Aber unter solchen Verhältnissen, lieber Bruder,sagt man nicht, sondern man beweist."
Heinrich athmete wie ein Ringer, welcher fühlt, daßsich die Hüften seines Gegners biegen.
„Ich werde es diesen Abend beweisen," antworteteer, „um neun Uhr sind die Liste der Führer und derPlan des Unternehmens bei Euch."
Franz faßte die Hand, von Heinrich -und drückte sievoll Begeisterung.
In demselben Augenblick trat Catharina bei demHerzog von Alenyon ein, und zwar ihrer Gewohnheit ge^maß, ohne sich melden zu lassen.
„Beisammen!" sprach sie lächelnd: „in der That,zwei gvte Scbwäger."
„Ich hoffe es, Madame," versetzte Heinrich mit dergrößten Kaltblütigkeit, während der Herzog von Alenxon,vor Schrecken erbleichte.
Dann machte er ein paar Schritte rückwärts, umCatharina mit ihrem Sohne sprechen zu lassen.
Di--Königin Mutter zog nun aus ihrer Aumo-niere einen prachtvollen Juwel hervor.
„Diese Agraffe kommt von Florenz," sagte sie, „ichschenke sie Euch, um sie -an Eurer Degenkuppel zu be-festigen."
Dann fügte sie ganz leise bei:
„Wenn Ihr diesen Abend Lärmen bei Eurem gutenSchwager Heinrich hört, so rührt Euch nicht."
Franz drückte seiner Mutter die Hand und erwiederte:
„Erlaubt Ihr mir, ihm das schone Geschenk zuzeigen, das Ihr mir so eben gemacht habt."
„Thut etwas Besseres, gebt es ihm in Eurem und
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