messet, das er zwei bis dreimal in dm Boden tauchte,um das Blut abzuwischcn.
XI.
Brüderschaft.
Das Leben von Karl rettend, halte Heinrich mehrgethan. als das Leben eines Menschen gerettet. Er hattees verhindert, daß drei Königreiche ihren Gebieter wechselten.
War Karl IX. gctödtct, so wurde der Herzog vonAnjou König von Frankreich und der Herzog von Aleneonaller Wahrscheinlichkeit nach König von Polen. WasNavarra betrifft, so hätte, da der Herzog von Anjou derLiebhaber der Frau von Conde war, ohne Zweifel seineKrone dem Gatten die Gefälligkeit der Frau bezahlt.
Aus diesem großen Umstürze aber ging nichts Gutesfür Heinrich hervor. Er wechselte den Herrn und nichtweiter. Für Karl I X., der ihn duldete, sah er den Thronvon Frankreich von dem Herzog von Anjou besteigen, der,mit Eatharina ein Herz und eine Seele, seinen Tod ge-schworen hatt§, und seinen Schwur zu halten nicht ver-fehlen würde.
Alle diese Gedanken traten zugleich vor seinen Geist,als sich der Eber auf Karl IX. stürzte, und wir habengesehen, was die Folge der blitzgcschwinden Betrachtungwar, daß 'an dem Leben von Karl IX. sein eigenesLeben hing.
Karl IX. war durch eine aufopfernde Ergebenheitgerettet worden, deren Beweggrund der König unmöglich'begreifen konnte.
Aber Margarethe begriff Alles, und sie bewunderteden seltsamen Muth von Heinrich, der dem Blitze ähnlichnur im Sturme glänzte.