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„Diese Windveränderungen sind schlimm für dieJagd, nicht wahr, mein Herr?» fragte Margarethe.
„Ja," crwiederte Heinrich, „das stößt zuweilen allefeste Anordnungen um, und man muß einen neuen Planentwerfen."
In diesem Augenblick machte stch das Gebelle derHunde, abermals näher kommend, rasch hörbar, undein stürmisches Geräusch kündigte den Jägern an, daßsie ans ihrer Hut seyn müßten. Jeder richtete den Kopsempor und horchte.
Jetzt brach der Eber hervor, und folgte, statt stchwieder in das Gehölze zu werfen, dem Pfade, der gerade»ach dem Scheideweg führte, wo sich die Damen, dieEdcllente, die ihnen den Hof machten, nnd die Jäger,welche die Jagd Verloren hatten, befanden.
Hinter dem Eber kamen athemlos dreißig bis vierzigsehr kräftige Hunde Ungefähr zwanzig Schritte hinterdeis Hunden ritt der König Karl, ohne Barct, ohneMantel, die Kleider von den Dornen zerrissen, das Ge-sicht nnd die Hände voll Blut. ' »
Nur einer oder zwei Jäger befanden sich noch beidem König.
Der König setzte das Horn nur ab, uni seineHunde zu Hetzen; er hörte nur auf seine Hunde zuHetzen, um sein Horn wieder zu nehmen. Die ganzeWelt war vor seinen Augen verschwunden. Wäre seinPferd zilsammengcbrochen. so würde er wie Richard III.gerufen haben: „Ein Königreich für ein Pferd!"
Aber das Pfers schien so eifrig zu seyn, ivie seinHerr. Seine Füße berührten den Boden nicht undseine Nüstern schnaubten Feuer. Der Eber, die Hundeund der König schoßen wie eine Erscheinung vorbei.
«Hallali! hallali!" rief der König vorüberrritend,und er setzte wieder sein Horn an die blutigen Lippen.
Ein paar Schritte von ihn, kamen der Herzog vonAlcnyon nnd zwei Piqueurs. Die Pferde der Andernhatten nachgelassen oder sie batten sich verloren.