Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
99
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weg. Versuche es Euch nicht, Franz? Mir, was michbetrifft, brennt der Sporn."

Franz antwortete nicht; er erröthete und erbleichtenur abwechselnd; dann horchte er, als ob er das Geräuschder Jagd vernähme.

Die Nachricht von Polen bringt ihre Wirkunghervor," sprach Heinrich,und Mein lieber Schwagerhat seinen Plan. Er wünschte, daß ich mich flüchtenwürde; aber ich werde nicht allein fliehen."

Kaum hatte er diese Betrachtung vollendet, alsmehrere Neubckehrte, welche seit ein paar Monaten anden Hof zurückgekommen waren, in kurzem Galopp an-laugleu und die zwei Prinzen mit einem äußerst freund-lichen Lächeln begrüßten.

Durch die Eröffnungen von Heinrich herausgefor-dert, hatte der Herzog von Nlenpon nur ein Wort znsprechen und eine Geberde zu.machen, und es waroffenbar, daß die dreißig bis vierzig Reiter, welche sichin diesem Augenblick versammelt hatten, als wollten siegegen die Truppe des Herrn von Gnisc Widerstand leisten,seine Flucht begünstigen würden. Aber er wandte seinenKopf ab, setzte sein Horn an den Mund und blies zurVersammlung.

Die Nenangekommenen, als hätten sie geglaubt, dasZögern des Herzogs rühre von der Nähe und Gegen-wart der Anhänger von Guise her, schlüpften allmähligzwischen diese und die zwei Prinzen und stellten sich miteiner strategischen Geschicklichkeit auf, woraus man er-sehen konnte, daß sie an mi ilärische Anordnungen ge-wohnt waren. Um zn dem Herzog von Nlenyon oderdem König von Navarra zn gelangen, hätte man in derThat über ihre Leiber reiten müssen, während sich vorden zwei Schwägern einev öllig freie Strasse unabsehbarausdchnts.

Plötzlich erschien zwischen den Bäumen, zehnSchritte von dem Könige von Navarra, ein anderer

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