Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
97
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welche in unsern Gebirgen, wo man auch den Bärenmit dem cittsachen Dolche jagt, nicht gebräuchlich ist/'

Bei GetteS Tod, Heinrich, wenn Ihr in EuerePürcnäen zurückgekchrt seyd, müßt Ihr mir einen Wagenvoll Bären schicken, denn es » eine schöne Jagd seyn,Leib an Leib mit einen, Thiere, das nnS erdrücken kan».Doch ich glaube, ich höre die Hunde. Nein, ich täuschte

""ch. "

Der König nahm sein Horn und blies eine Fan-fare. Wiehre Fanfaren antworteten. Plötzlich erschienein Pigncnr, der eine Melodie hören ließ.

Man hat ibn in, Gesicht!" rief der König, under sprengte in, Galopp davon, gefolgt von allen Jägern,die sich n, ihn gesammelt hatten.

Diesmal täuschte sich der Pigncnr nicht. Wie derKönig vorrückte, Hörle man allmählig das Gebelle derMeute, jetzt ans mehr als sechzig Hunden bestehend;denn man hatte nach und nach alle an den Orten,welche der Eber durchlief, ausgestellte Relais losgelassen.Der König ließ ihn noch einmal an sich vorüber undwarf sich, ein hochstämmiges Gehölze benützend, unterden Acsten durch, »nt aller Gewalt in das Horn stoßend,dem Thiere nach.

Die Prinzen folgten ihm eine Zeit lang; aber der -König hatte ein so kräftiges Pferd, durch seinen Eiferfortgerissen schoß cZ über so abhängige Wege, durch solicht verwachsene Gebüsche hin, daß zuerst die Frauen,dann der Herzog von Guisc und seine Edetleute, undhierauf auch die zwei Prinzen ihn zu verlassen genöthigtwaren. TavanneS hielt noch einige Zeit ans, aber amEnde leistete er ebenfalls Verzicht.

Alle Welt, mit Ausnahme von Karl und einigenPiqueurs, welche, durch das Versprechen einer Beloh-nung angestachelt, den König nicht verlassen wollten,befand sich wieder in der Gegend des Scheidewegs.

Die zwei Prinzen waren nahe bei einander inKönigin Margot. II. 7