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Damit sage ich Euch, daß der König van Frankreich alleinKönig ist, und daß neben ihm die Größten nur einfacheEvelleute sind."
Maurevel erbleichte, denn er fing an zu begreifen.
„Oh, oh," sagte er, „den König von Navarra tödten?"
„Aber wer spricht dann davon, ihn zu tödten? woist der Befehl, ihn zu tödten? Der König will nur, daßman ibn in die Bastille führe und der Befehl enthältnichts Anderes. Er lasse sich verkästen. gut. Läßt er sichaber nicht verhaften; leistet er Widerstand, versucht eres. Euch zu tödten. . . ."
Maurevel erbleichte.
„So werdet Ihr Euch vertheidigen," fuhr Catharinafort; „man kann von einem Tapfer«, wie Ihr seyd,nicht verlangen, daß er sich tödten läßt, ohne sich zuvertheidigen. Und wenn Ihr Euch vertheidigt, waswollt Ihr? .. . dann geschehe, was geschehen mag. Ihrversteht mich?"
„Ja, Madame."
„Es scheint, Ihr wollt, daß ich nach den Worten:Befehl zn verhaften, mit eigener Hand beifüge:todt oder lebendig?"
„Ich gestehe, Madame, daß dies meine Bedenklich-keiten heben würde."
„Wenn Ihr den Auftrag ohne dieses nicht für aus-führbar haltet, so muß es Wohl geschehen."
Und Catharina entrollte, die Achsel zuckend, das Per-gament' mit der einen Hand und schrieb mit der andern:todt oder lebendig.
„Seht," sagte sie, „findet Ihr den Befehl nun ganzin Ordnung?"
„Ja, Madame," antwortete Maurevel, „aber löstbitte Eure Majestät die Anordnung deS Unternehmensganz mir zu überlassen."
„In welcher Beziehung? Kann das, was ich gesagthabe, der Ausführung schaden?"
„Euer Majestät sagte, ich sollte zwölf Mann nehmen?"