Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
92
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Diesen Abend, oder vielmehr diese Nacht."

Gut, Madame. Wenn Euere Majestät nur dieGnade haben wollte, mich über Emes zu belehren."

Worüber?"

Neber die seinem Range schuldigen Rücksichten."

.Rücksichten !.... Rang!. . . . Wißt Ihr nicht,daß der König von Frankreich Niemand in seinem LandeRücksichten schuldig ist, und Niemand als ihm im Rangegleich anerkennt?"

Maurevel machte eine zweite Verbeugung.

,,Jch habe nur noch einen Punkt zu berühren, Ma-dame," sprach er, , wenn es mir Eure. Majestät erlaubt."

Ich erlaube es."

Wenn der König die Rechtskräftigkeit des Befehlesbestreiten würde; es ist zwar nicht wahrscheinlich, aber.,.."

Im Gegentheil, mein Herr, das ist sicher."

Er wird sie bestreiten?"

Ohne allen Zweifel."

Und er wird sich folglich weigern, zu gehorchen?"

, Ich befürchte cs."

Er wird widerstehen?"

Wahrscheinlich."

Ah, Teufel!" sprach Maurevel,und in diesemFalle?...."

In welchem Falle?"

Im Falle, daß er widerstehen würde, was soll ichdann thun?"

Was thut Ihr, wenn Ihr nnt einem Befehle desKönigs beauftragt seyd, d. h. wenn Ihr den König ver-tretet und man Euch Widerstand leistet, Herr von Maurevel ?"

Madame," sprach der Sbirre,wenn ich mit einemsolchen Befehle beehrt werde, und der Befehl betrifft nureine» einfachen Edelmann, so tödtc ich ihn."

Ich habe Euch gesagt, mein Herr." versetzte-tharina,und ich glaube, cs ist nicht so lange her, daßIhr es bereits vergessen haben könntet: der König vonFrankreich erkennt in seinem Gebiete keinen Rang an.