Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
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Ei, mein lieber Sohn, ich sage nicht jetzt sogleich.Die Gesandten kommen erst morgen oder übermorgen.

> Verhaften wir ihn nach der Jagd, diesen Abend, dieseStacht."

Das ist etwas Anderes. Nun wohl, wir werdenwieder davon sprechen; wir werden nach der Jagd sehen;ich sage nicht nein. Gott bewhicn! Vorwärts, Risque-Tout;" willst du nicht ebenfalls zanken?"

Karl," sagte Catharina, ihn auf die Gefahr einesAusbruchs, der auf diese neue Zögerung erfolgen konnte,am Arme zurückhaltend,ich glaube, das Beste wäre, wennIhr den Verhaftsbefehl, den man erst diesen Abend oderdiese Stacht vollstrecken ließe, sogleich unterzeichnen würdet."

Unterzeichnen? einen Befehl schreiben? siegeln?Pergament holen lassen, wenn inan mich zur Jagd er-wartet, mich, der ich nie auf mich warten lasse? ZumTeufel!"

Stein, ich liebe Euch zu sehr, um Euch aufzuhaltcn;ich habe Alles vorherges. hen; tretet bei mir ein."

Und behende, als wäre sie erst zwanzig Jahre alt,stieß Catharina eine Thüre auf, welche mit ihrem Cabinetin Verlündung stand, zeigte dem König ein Dintenfaß, eineFeder, Pergament, das Siegel und eine angczündete Kerze.

Der König nahm das Pergament und durchlief cs rasch ;

Befehl u. s. w., u. s. w., unfern Bruder Heinrichvon Navarra verhaften zn lassen und nach der Bastillezu führen."

Gut, es ist abgemacht," sagte er und Unterzeichnetemit einem Zuge.

Und er stürzte ans dem Cabinet, gefolgt von seinenHunden und ganz froh, sich so leicht von Catharina be-freit zu haben.

Karl IX. wurde ungeduldig erwartet, und da manseine Pünktlichkeit bei der Jagd kannte, so wunderte sichJedermann über diese Zögerung. Als er erschien, begrüßtenihn auch die Jäger mit ihrem Vivat, die Piqueurs mitihren Fanfaren, die Hunde mit ihrem Geschrei. All'