Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
80
Einzelbild herunterladen
 

80

damit es statisch wird und wir allein seyn können.Diesen Abend werde Ich Dir sagen, was Du von Dei-nem Cr'cvnnas zn erfahren suchen'mußt."

Du vergißt meinen Brief nicht?" sprach die Her-zogin von Revers lachend.

,.Ncin, nein, sey unbesorgt, er soll ihn zu rechterZeit haben."

Frau von Revers entfernte sich, und sogleich ließ Mar-garethe Heinrich rufen. Der König von Navarra eilte her-bei und sic übergab ihm den Brief des Herzogs von Revers.

Oh, vH!" rief er.

Dann erzählte ihm Margarethe die Geschichte vondem doppelten Courier.

Ich habe ihn wirklich in den Louvre eirirzeitensehen," sagte Heinrich.

Vielleicht war er für die Königin Mutter?"

Nein, dessen bin ich gewiß, denn ich stellte michfür jeden Fall in den Corridor und sah Niemand vor-überkommen."

Dann." versetzte Margarethe, ihren Gatten an«schauend,dann mnß er für... "

Enern Bruder Alen^on seyn, nicht wahr?" sprachHeinrich.

Aber, wie soll man es erfahren?"

Könnte man nicht," fragte Heinrich nachlässig,einen von jenen zwei Edellenten kommen lassen unddurch ihn erfahren..."

Ihr habt Recht. Sire," sprach Margarethe, durchden Vorschlag ihres Gemahls erleichtert,ich will Herrnde La Mole kommen lassen... Gillonne, Gillonne!"

Das Mädchen erschien.

Ich mnß sogleich Herrn de La Mole sprechen,"sagte die Königin;suche ihn ans und führe ihn hieher."

Gillone entfernte sich. Heinrich setzte sich an einenTisch, ans weichem ein deutsches Buch mit Zeichnungenvon Albrecht Dürer lag, in deren Betrachtung er sich