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„Und wie hast Du diesen Brief erhalten?" fragtedie Königin.
„Durch einen Courier nieincS Gemahls, der Be-fehl hatte, im Hotel Guise änzuhaltcn, ehe er sich in denLouvre begeben würde, und diesen Brief vor dem desKönigs abzugcben. Ich wußte, welches Gewicht meineKönigin auf diese Neuigkeit legt, und hatte Herrn vonRevers geschrieben, er möge so verfahren. Du siehst,er hat gehorcht, er ist nicht, wie das Ungeheuer voneinem Coconnas. In diesem Augenblicke gicbt es inParis nur drei Personen, welche diese Neuigkeit wissen,der König, Du und ich, abgesehen von dem Menschen,der dem Courier folgte."
„Was für ein Mensch?"
„Oh! ein furchtbares Gewerbe! Denke Dir, dieserunglückliche Bote ist müde, gerädert, mit Staub über-zogen, angekommen. Er ist sieben Tage, Tag und Nacht,geritten, ohne einen Augenblick anzuhalten."
„Aber der Mensch, von dem Du so eben sprachst?"
„Warte doch. Beständig gefolgt von einem Mannevon wildem Aussehen, der Relais hatte wie er unddiese vierhundert Lienes so geschwinde ritt als er, er-wartete der arme Courier jeden Augenblick eine Pisto-lenkugel in den Hüften. Beide gelangten zu derselbenZeit zu der Barriere Saint-Marcel, Beide ritten inscharfem Galopp die Rue Mouffetard hinab; Beidedurchzogen die Cito, aber am Ausgang des Pont Notre-Damc schlug unser Courier den Weg rechts ein, wäh-rend der Andere sich links nach den, Plasre des Chateletwandte und wie ein Pfeil über die Quais an denSeiten des Louvre hinschoß."
„Ich danke, meine gute Henriette, ich danke," riefMargarethe. „Du hattest Recht, das sind sehr interes-sante Nachrichten. Für wen mag der andere Courier be-stimmt sehn? ich werde es erfahren. Aber laß' mich nunallein. Diesen Abend in der Rue Tizon, nicht wahr?und morgen ans der Jagd. Nimm ein böses Pferd,