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„Bah!" versetzte Margarethe, „Ihr strengt Euch einwenig an; ich habe den König bevollmächtigt, über einkleines Pferd aus Bearn z» verfügen; ich sollte es reiten,und es wird Euch vortrefflich tragen. Habt Ihr nochnicht davon sprechen hören?"
„Allerdings, aber ich wußte nicht, daß das kleineThier zu der Ehre bestimmt war, Eurer Majestät an-geboren zu werden: sonst hätte ich es nicht angenommen."
„Aus Stolz, Baronin?"
„Nein, Madame, im Gegentheil, aus Demuth."
„Ihr kommt also?"
„Euere Majestät überhäuft mich mit Ehre. Ichwerde kommen, da sie es so befiehlt."
In demselben Augenblick meldete man die Frau Her-zogin von Revers. Bei diesem Namen entschlüpfte Mar-garethe eine Bewegung so großer Freude, daß die Ba-ronin wohl begriff, die zwei Frauen hätten miteinanderzu sprechen, und sie stand auf, um sich zu entfernen.
„Morgen also," sagte Margarethe.
„Morgen, Madame."
„Doch Ihr wißt," fuhr Margarethe, sie »üt einemZeichen der Hand entlassend, fort, „Ihr wißt daß ichEuch öffentlich Haffe, insofern ich furchtbar eifersüchtigbin."
„Aber insgeheim?" fragte Frau von Sauve.
„Oh! insgeheim vergebe ich Euch nicht nur, son-dern ich danke Euch sogar."
„Euere Majestät erlaubt mir also. .."
Margarethe reichte ihr die Hand. Die Baroninküßte fie ehrfurchtsvoll, machte eine tiefe Verbeugungund ging ab.
Während Frau von Sauve springend wie ein jungesReh, dessen Band man zerrissen hat, die Treppe hinauflief, wechselte Frau von Revers mit der Königin einigeceremoniöse Begrüßungen, welche den Edelleuten, diesie bis dahin begleitet hatten« Zeit ließen, sich zurück-zuzlehen.