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fesselt, ließ sie, ohne in ihrem betäubten Geiste nach derUrsache des Erwachens zn forschen, ihre schweren Au-genlider wieder herabfallen und entschlummerte abermals.
Katharina trat nun aus dem Vorhänge hervor, undsah, ihren Blick andern Punkten des Zimmers znwcn-dend, ans einem Tische eine Flasche spanischen Wein,Früchte, Confect und zwei Gläser. Heinrich mußte beiFra» von Sanve zu Nacht gespeist haben, koelche sichoffenbar so wohl'befand als er.
Katharina ging ans ihre Toilette zu, und ergriffdie kleine, zum dritten Thcile leere, silberne Kapsel. Eswar dieselbe, welche sie Kbarlottc hatte zustellcn lassen,oder dieser wenigstens völlig ähnlich. Sie nahm einTheilchen von der Größe einer Perle auf der Spitzeeiner goldenen Nadel davon mit, kehrte in ihre Wohnungzurück und bot es dem kleinen Affen, den ihr Heinrichgeschenkt hatte. Durch .den aromatischen Geruch ange-zogen, verschlang e« das Thier gierig, legte sich rund insein Körbchen und entschlief wieder. Katharina warteteeine Viertelstunde.
„Mit der Hälfte von dem, was der Affe gefressenhat," sagte Katharina, ist mein Hund Brnnot ganz auf-geschwollen gestorben. Man hat meinen Plan vereitelt.Etwa Renö? Ren,-! Das ist unmöglich. Heinrich also:o, unseliges Geschick! es ist klar, da er regieren soll,kann er nicht sterben."
„Aber vielleicht ist nur das Gift ohnmächtig, wirwollen es mit dem Eisen versuchen und dann sehen."
Und Katharina legte sich nieder und drehte inihrem Geiste einen neuen Gedanken hin und her, derohne Zweifel am andern Tage völlig gereift war: dennam andern Tage rief sie ihrem Kapitän der Garden,übergab ihm einen Briet, mit dem Befehle denselbenan seine Adresse zu tragen nud ihn nur in die eigenenHände desjenigen zu übergeben, an welchen er gerich-tet war.
Er war an den Sire Louviers von Maurevel, Ka«