Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
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nigen, welcher die Thüre von Frau von Sauve öffneteund stieg zu ihrer Ehrendamc hinauf> Hatte Heinrich diesen Besuch vorhergesehen, warer bei sich beschäftigt', hielt er sich irgendwo verborgen?.... die junge Frau befand sich ganz allein.

Catharina öffnete vorsichtig die Thnre, schritt durchdas Vorzimmer, trat in den Salon, stellte ihre Lainveauf einen Schrank, denn es brannte eine Nachtlampe inder Nähe der Kranken, und schlüpfte wie ein Schattenin das Schlafzimmer.

In einem großen Fantenil ansgeskreckt, schlief Da-riole neben dem Bette ihrer Gebieterin.

Dieses Bett war durch Vorhänge ganz geschlossen.

Der Athem der jungen Frau war so leicht, HaßCatharina einen Augenblick dachte, sie athme gar nichtmehr.

Endlich hörte sie ein leichtes Schnaufen und mit bos-hafter Freude hob sie den Vorhang, um sich selbst vonder Wirkung des furchtbaren Giftes' zu überzeugen, zumVoraus bebend bei dem von ihr erwarteten Anblickeder Leichenblasse oder des verzehrenden Purpnrs einestödtlichen Fiebers; aber statt dessen fand sie die schönejunge Frau, wie sie, die Augen sanft mit ihren weißenLidern geschloffen, den Mund rosig und halb geöffnet,die zarte Wange ans einem ihrer anmnthig gerundetenArme ruhend, während sich der andere frisch und blen-dend auf dem rothcn Damast ausstreckte, der ihr alsDecke diente, ruhig und beinahe lachend schlief. Dennohne Zweifel ließ ein bezaubernder Traum auf ihrenLippen das Lächeln und auf ihrer Wange das Eoloriteines unstörbaren Wohlbehagens erblühen.

Catharina konnte sich eines Schreis des Erstaunensnickt erwehren, der Darisle für einen Augenblick er-weckte.

Die Königin Mutter warf sich hinter die Bettvor-hänge.

Daricle öffnete die Augen, aber vom Schlafe ge-