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5/8 (1845)
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sich ihr näherte, das frische Roth der Gesundheit krei-sen sah.

Die Königin Mutter war betäubt bei diesem Schlage.Sie nahm maschinenmäßig das Geschenk, bebte, machteihm ein Compliment über sein gutes Aussehen undfügte bei:

,,Jch bin um so mehr erfreut, Euch in so guterGesundheit bei mir zu sehen, mein Sohn, als ich vernahm,Ihr wäret krank, und als ich, wenn ich mich recht er-innere, Euch selbst in meiner Gegenwart über Unpäß-lichkeit klagen hörte. Aber ich begreife nun," fügte siebei, indem sie zu lächeln suchte,es war nur ein Vor-wand, um Euch frei zu machen."

Ich war in der That sehr krank, Madame," ant-wortete Heinrich,aber ein in unfern Gebirgen einhei-misches specifischeS Mittel, das mir von meiner Mutterzugekommen ist, hat diese Unpäßlichkeit völlig geheilt."

Ah, Ihr werdet mir dieses Recept mittheilen,nicht wahr, Heinrich?" sprach Catharina, diesmal wirklichlächelnd, aber mit einer Ironie, die sie nicht zu ver-bergen vermochte.

Irgend ein Gegengift," murmelte sie>wir werdendarauf bedacht sehn, oder vielmehr, nein. Als er Frauvon Sauve krank sah, wird er mißtraut haben. In derThat, man muß glauben, daß die Hand Gottes überdiesem Manne ausgebreitet ist."

Catharina erwartete ungeduldig die Nacht. Frauvon Sauve erschien nicht. Beim Spiele fragte sie nachihr. Man antwortete, sie leide immer mehr. Catha-rina war den ganzen Abend unruhig, und man fragtesich ängstlich, welche Gedanken das gewöhnlich so unbe-wegliche Gesicht erregen könnten.

Alle Anwesenden zogen sich zurück. Catharina ließsich von ihren Frauen ausklciden und ging zu Bette.Als sich Jedermann im Louvre niedergelegt hatte, erhobsie sich wieder, zog ein langes schwarzes Nachtkleid an,nahm eine Lampe, wählte unter ihren Schlüsseln denje-