Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
70
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Eifersucht, welche sich unter verschiedenen Umständenkund gegeben, gesprochen nnd unter Anderem, bei derPilgcrschaft nach dem Weißdorne, zu ihrer Tochter inGegenwart von mehreren Personen gesagt hatte:

Du bist also sehr eifersüchtig, Margarethe?"

Sie erwartete nun mit gefaßtem Gesichte den Au-genblick, wo die Thitre sich öffnen und irgend ein Die-ner, bleich und erschrocken eintietend, auSrnfen würde:

'Majestät, der König von Navarra stirbt und Frauvon Sauve ist gestorben!"

Es schlug vier Uhr Nachmittags. Catharina be-fand sich in der Voliere, wo sie Zwiebacke für einigeseltene Vögel, die sie mit eigener Hand fütterte, zer-grübelte. Obgleich ihr Gesicht, wie immer, ruhig^undbeinahe finster war, so schlug doch ihr Herz bei jedemGeräusch auf das Heftigste.

Plötzlich öffnete sich die Thitre.

.Madame/ sprach der Kapitän der Garden,derKönig von Navarra ist. .

Krank!' unterbrach ihn lebhaft Catharina.

,Nein, Madame, Gott sey Dank! Seine Majestätscheint sich ausgezeichnet wohl zu befinden."

Aber was sagt Ihr daun?"

Daß der König von Navarra hier ist."

Was will er von mir?"

Er bringt Eurer Majestät einen Affen von derseltensten Art."

In diesem Augenblick trat Heinrich ein, einen Korbin der Hand haltend und einen Uistiti streichelnd, derin dem Körbchen lag.

Heinrich lächelte bei seinem Eintritt und schienganz uur ans das kleine Thierchen aufmerksam, das erbrachte- Aber so sehr er auch damit beschäftigt zu seynschien, so verlor er darum doch nicht den ersten Blick,der ihm in schwierigen Umständen genügte.

Catharina war sehr blaß, und diese Blässe wuchs,je mehr sie in den Wangen des jungen Mannes, der