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Und diesem Verlange» würde er im gegenwärtigen Augen-blicke Alles opfern, was er besitzt und eben dar»», nochViel mehr, was er nicht besitzt. Gott befohlen!"
Von diesem Abend an war La Mole kein gewöhn-licher Günstling mehr nnd er konnte den Kopf hochtragen, dem, lebendig oder todt, eine so süße ZukunftVorbehalten war.
Zuweilen aber neigte sich seine gewichtige Stirnegegen die Erde, seine Wange erbleichte und herbes Nach-sinnen zog seine Furchen zwischen den Augenbrauen des.einst so heitern, jetzt so glücklichen jungen Mannes.
VI.
Die Hand Gottes.
Heinrich sagte zu Frau von Sauve, als er sieverließ:
„Legt Euch zu Bette, Eharlotte. Stellt Euch, alswäret Ihr ernstlich krank, und empfangt morgen unterkeinem Vorwand irgend einen Menschen."
Charlotte gehorchte, ohne sich Rechenschaft darüberzu geben, was den König zu diesem Geheiß bewegendürfte. Sie fing an, sich an seine Ercentricitäte». wieman in unfern Tagen sagen würde, und an seine Phan-tasien zu gewöhnen, wie man damals sagte.
Ueberdieß wußte sie, daß Heinrich in seinem HerzenGeheimnisse verschloß, die er Niemand mittheilte, daßin seinem Geiste Pläne verwahrt waren, die er sogarin seinen Träumen zu enthüllen sich fürchtete, nnd siegehorchte somit allen seinen WillenSanSsprüchen über-zeugt, daß auch seine seltsamsten Gedanken ein bestimm-tes Ziel hatten.