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diesem Hofe. Nun ein Wort: Nicht meinetwegen kamHerr von Mouy, in Euren Mantel gekleidet, das Gesichtunter Eurem Hute verborgen, in den Louvre. ES ge-schah wegen Herrn von Aleu?vn. Aber ick, die ich nichtdavon in Kenntniß gesetzt war, hielt ihn für Euch, führteihn hiehcr im Glauben, Ihr wäret eS, und sprach mitihm, ebenfalls im Glauben, ich spräche mit Euch. Erhat unser Gehcimniß in seine» Händen, La Mole, manmuß ihn also schonen."
,,Jch will ihn lieber tvdten," versetzte La Mole, „dasist kürzer und sicherer."
„Und mir, mein braver Edelmann," sagte die Kö-nigin, „ist es lieber, daß er lebt und daß er Alles er-fahre ; den» sein Leben ist uns nicht nur nöthig, sondernnützlich. Hört und erwäget wohl Eure Worte, ehe''Ihrsprecht: liebt Ihr mich hinreichend, La Mole, um Euchzu freuen, wenn ich wirtlich Königin, d. h. Gebieterineines.wahren Königreichs, würde?"
„Ach, Madame," rief La Mole, „ich liebe Euch ge-nugsam , um zu wünschen, was Ihr wünscht, und wäredieser Wunsch auch das Unglück meines ganzen Lebens."
„Nun wohl, wollt Ihr mich in der Verwirklichungdieses Wunsches, der Euch noch glücklicher machen wird,unterstützen?"
„Oh, ich werde Euch verlieren!" rief La Mole, seinHaupt in seine» Händen verbergend.
„Nein, im Gegcntheil, statt der Erste meiner Die-ner zu sehn, werdet Ihr der Erste meiner Unterlhanen.Das ist der ganze Unterschied."
„Oh, kein Interesse, keinen Ehrgeiz, Madame,befleckt nicht selbst das Gefühl, das ich für Euch hege.. .Ergebenheit, nichts als Ergebenheit."
„Edle Natur," sprach Margarethe, „nun ja, ichnehme sie an, Deine Ergebenheit, nud werde sie zulohnen wissen."
Und sie reichte ihm ihre beiden Hände, welche LaMole in den seinigen drückte.