Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
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Nun?" sagte fle.

,Nun ja," antwortete La Mole, ,,ja, Margarethe,ich fange an, den unbestimmte» Plan zu begreifen,von welchem man unter uns Hugenotten schon vor derSanct Bartholomäusnacht sprach. Zu NttSsnbrung diesesPlaues war ich, wie so viele andere Würdigere, nachParis gerufen worden. Nach diesen» wirklichen König-reiche Navarra, das ein nur in der Einbildung bestehen-des ersetzen sollte, strebt Ihr. lind dazu treibt EuchKönig Heinrich a». Bon Mouh conspirirt mit Euch,nicht wahr? Aber was hat der Herzog von Alennonmit dieser Angelegenheit zu thnn? Wo ist ein Thronfür ihn in Allen, dem? Ich sehe es nicht. Ist derHerzog von Aleucon nun hinreichend Euer. . .Freund, umEuch bei Allem dem zu unterstützen, und zwar, ohneetwas Anderes tm Austausche dafür z» verlangen, alsdie Gemhr, die er läuft?"

,,Der Herzog, Freund, conspirirt für seine eigeneRechnung. Lassen wir ihn sich verirren, sein Lebenbürgt »ns für das unsere."

Aber ich, der ich ihm gehöre, darf ich ihn ver-lachen?"

Ihn veirathen? und wort» werdet Ihr ihn ver-lachen? Hat er nicht Euch verrathen, indem er Herrnvon Morch Euer» Mantel und Euer» Hut gab, als einMittel, bis zu ihm zu dringen? Ihr gehört ihm,sagt Ihr? Gehörtet Ihr nicht mir, mein Edelmann,ehe Ihr ihm gehörtet? und hat er Euch einen Beweisvon Freundschaft gegeben, der größer wäre, als derBeweis von Liebe, den Ihr von mir besitzt?"

La Mole erhob sich bleich und wie vom Blitz ge-troffen.

,,OH," murmelte er,Coconnas sagte cS mir Wohl!Die Jntrigue hüllt mich in ihre Falte, sie wird michersticken."

Nun?" fragte Margarethe.