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„Ich glaube auch begriffen zu haben, baß ich beiallen Plänen, die ich nach einem gemeinschaftlichenGrundrisse entwerfen dürfte, in Euch nicht nur einetreue, sondern auch eine thätige Verbündete finden würde."
„Ja, Sire, und ich verlange nur Eines: daß Ihr,indem Ihr so schnell als möglich zum Werke schreitet,mirGelegenheit geben wöget, ebenfalls bald anznfangen."
„Ich bin glücklich, Euch in dieser Stimmung zufinden, Madame, und ich glaube, daß Ihr nicht einenAugenblick befürchtet habt, ich könnte den Plan ausdem Blicke verlieren, dessen Ausführung an demselbenTage von mir beschlossen worden ist, wo ich durch Euremuthlge Vermittelung der Rettuizg meines Lebens bei-nahe sicher war/'
„Mein Herr, ich halte Euere Sorglosigkeit füreine Maske und baue nicht allein aus die Weissagungender Astrologen, sondern auch auf Eueren erhabenenGeist."
„Was würdet Ihr aber dazu sagen, wenn Einerkäme, um unsere Pläne zu durchkreuzen, mit der Dro-hung uns, Euch und mich, auf eine mittelmäßige Lagezu beschränken?"
„Ich würde sagen, ich sey bereit mit Euch, imSchatten oder offen, gegen diesen Einen, wer es auchseyn möchte, zu kämpfen."
„Madame," fuhr Heinrich fort, „nicht wahr, Ihrhabt zu jeder Stunde Eintritt bei dem Herzoge vonAlen^on? Ihr besitzt sein Vertrauen, und er hegt einelebhafte Freundschaft für Euch. Darf ich es wagen,Euch zu bitten, nachzusehen, ob er nicht in diesemAugenblick mit irgend Jemand in geheimer Unterredungbegriffen ist?"
Margarethe bebte.
„Mit wem, mein Herr?" fragte sie.
„Mit Herrn von Mouy."
Königin Margot, II.
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