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von Navarra mich zu dieser Stunde und in dieser Nachtnn Louvre sieht, verloren bin?"
Margarethe nahm von Mouy. beim Arme, führteihn nach dem berühmte» Cabinet und sprach:
„Tretet hier ein, mein Herr. Ihr seyd hier so gutverborgen und so gut beschützt, als in Eurem eigenen Hause,denn ich verpfände Euch dafür mein Wort."
Von Mouy stürzte rasch in das Eabinek, und kaumwar dicThüre hinter ihm geschlossen, als Heinrich erschien.
Diesmal hatte Margarethe keine Unruhe zn ver-bergen, und die Liebe lag hundert Meilen von ihren Ge-danken.
Heinrich trat mit dem ängstlichen Mißtrauen ein,durch das er auch in dem am wenigsten gefährlichenAugenblicke selbst die geringfügigsten Dinge 'wahrnahm.Um so mehr war Heinrich unter den Umständen, indenen er sich befand, ein tiefer Beobachter.
Sogleich bemerkte er die Wolke, welche die Stirnevon Margarethe verdüsterte.
„Ihr wäret beschäftigt, Madame," sagte er.
„Ja, Sire, ich träumte."
„Ihr hattet Utecht, Madame, die Träumerei stehtEuch gut. Ich träumte auch; aber im Gegensätze gegenEuch, die Ihr die Einsamkeit sucht, kam ich ausdrücklichherab, um Euch meine Träume mitzutheilen."
Margarethe hieß de.n König durch ein Zeichen will-kommen und deutete auf ein Fauteuil, während sie sichselbst auf einen Stuhl von geschnitztem Ebenholz so feinund stark wie Stahl setzte.
Es herrschte einen Augenblick Stillschweigen unterden Gatten. Heinrich unterbrach dasselbe zuerst undsagte:
„Ich erinnere mich, Madame, daß meine Träumein Beziehung auf die Zukunft mit den Enrigen dasgemein haben, daß wir als Gatten getrennt dennochBeide unser Glück zu vereinigen wünschten."
„Das ist wahr, Sire!"