47
wir die Antwort erlassen und habt die Gnade, meineHuldigung zu genehmigen." '
Und in ehrfurchtsvoller, aber entschiedener Haltungmachte von Mouy einige Schritte nach der Thüre, durchwelche er eingetreten war.
Margarelhc hielt ihn zurück.
„Mein Herr," sagte sie, „wenn ich Euch um eineErklärung bitten würde. Mein Wort ist gut, wie es mirscheint."
„Madame, ich muß schweigen, und daß ich hiezuverpsiichtet bin, beweist genugsam, daß ich Eurer Maje-stät noch nicht geantwortet habe."
„Jedoch, mein Herr. . . ."
,„Enre Majestät kann mich zu Grunde richten, abernicht verlangen, daß ich meine neuen Freunde verrathe."
„Doch die allen... haben sie nicht auch einigeRechte ans Euch?"
„Diejenigen, welche treu geblieben sind, ja; die-jenigen, welche nicht nur uns, sondern sich selbst ver-lassen haben, nein!"
Margarethe war nachdenkend und unruhig und wollteohne Zweifel eben eine neue Frage stellen, als Gcklonneplötzlich in das Zimmer stürzle und auSrief:
„Der König von Navarra!"
„Aon woher kommt er?"
„Durch den geheime» Gang."
„Laßt diesen Herrn durch eine andere Thüre hinaus."
„Unmöglich, Madame, hört Ihr?"
„Man klopft."
„Ja, an der Thüre, durch welche ich diesen Herrnhinaussühren soll."
„Wer klopft?"
„Ich weiß es nicht."
„Seht nach und kommt zurück."
„Madame," sprach von Mouy, „darf ich es wagen,Eurer Majestät zu bemerken, daß ich, wenn der König