Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
46
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LS

Ich selbst, Madame, und ich bitte Eure Majestät,mich meinen Weg frei forlsctzen zu lassen, ohne Jemandein Wort von meiner Gegenwart im Louvre zn sagen."

Oh, Herr von Mouy!" murmelte Margarethe,ich hatte mich also getäuscht!"

Ja," sprach von Mont),ich begreife; Eure Maje-stät wird mich für den König von Navarra gehaltenhaben. Es ist derselbe Wuchs, dieselbe weiße Feder, undwie Viele sagen, die mir ohne Zweifel schmeichelnwollen, dieselbe Tournure."

Margarethe schaute von Mouy fest an.

Versteht ihr Lateinisch, Herr von Mouy?" sagte sie.

Ich verstand es einst," antwortete der junge Mau»,habe es aber vergessen."

Herr von Mouy, Ihr könnt von meiner Verschwie-genheit überzeugt seyn," fuhr ste fort,da ich jedochdie Person zn kennen glaube, die Ihr im Louvre sncht,so biet» ich Euch meine Dienste an, um Euch sicher zuihr zu geleiten."

Entschuldigt mich, Madame," sprach von Mony,ich glaube, daß Ihr Euch täuscht, und daß Ihr imGegentheil durchaus nichts wißt. . ."

Wie!" rief Margarethe,sucht Ihr nicht denKönig von Navarra?"

Ach, Madame, leider muß ich Euch vor Allembitten, meine Anwesenheit im Louvre Seiner MajestätEurem Gemahl zu verbergen."

Hört, Herr von Mouy," sprach Margarethe er-staunt,ich habe Euch bis jetzt für eines der entschie-densten Häupter der Hugenotten, für einen der treustenParteigänger des Königs meines Gemahls gehalten;ich täuschte mich also?"

Nein, Madame, noch diesen Morgen war ich Alles,was Ihr da sagt."

Und warum habt Ihr Euch seit diesen Morgengeändert?"

Madgme," sprach von Mouy sich «erbeugend,wollt