„Das ist sonderbar," sprach Margareihe, „Ihr habtalso CoeonnaS nicht wieder finden können," fuhr sicfort, offenbar ohne an das zn denken, was sie sagte.
„Madame, ich sterbe auch vor Unruhe hierüber,wie ich Eurer Majestät zu sagen die Ehre gehabt habe."
„Gut," versetzte Margarethe lächelnd, „ich willEuch nicht länger Eurer Forschung entziehen; aber mirkommt es vor, ohne daß ich weiß warum: er wird sichselbst wieder finden. Gleichviel, geht immerhin."
Und die Königin legte eine» Finger auf den Mund.Da nun die schöne Margarethe La Mole kein Geheim-niß anvcriraut, kein Geständniß gemacht hatte, so be-griff der junge Mann, daß diese reizende Gcberde, in-sofern sie nicht ihm Stillschweigen anzuempfehlen be-absichtigen konnte, eine andere Bedeutung haben mußte.
Der Zug setzte sich wieder in Marsch und La Moleging, um seine Nachforschungen zu verfolgen, au derSeine hinauf bi« zu der Sine du Long-Pont, die ihnnach der Nue Saint-Antoine führte. - Vor der Rue duZcuh blieb er stehen.
Hier hatten ihm und CoeonnaS am Tage vorherdie zwei Ducnucn die Augen verbunden. Er hatte sichrechts gewendet und daun zwanzig Schritte gezählt. Erfing dasselbe Manoeuvre wieder an und stand vor einemHause oder vielmehr vor einer Mauer, hinter der sichein Haus erhob. Mitten in dieser Mauer war eineThüre mit Schinndach und mit^ starken Nägeln be-schlagen.
Dieses Haus iag in der Rue Cloche-Percee, einerschmalen, kleinen Straße, welche in der Nue Saint-Antoine anfing und nach der Rue du Noi de SicileauSmündete.
Ten Herzog Franz.
Was tliat er?
Zck weiß nicht.
Mit wem?
Mt einem Unbekannten.