„Nun wohl, ich, Herr von Mouch, ich, der dritteSohn von Heinrich ll. , ich, ein Sohn von Frankreich,bin ich ein hinreichend guter Edelmann, »m Euren Sol-daten, zn befehligen? Sprecht. Und haltet Ihr mich fürrechtschaffen genug, daß Ihr ans mich bauen zn könnenglaubt?"
„Ihr, Monseigneur, Ihr, das Hanpt der Huge-notten."
,,Warum nicht? Es ist die Zeit der Verwandlungen,wie Ihr wißt. Heinrich hat sich zum Katholiken gemacht,ich kann wohl Protestant werden.
.Allerdings, Monseigneur; ich erwarte auch, daßIhr mir erklärt. ..."
,,Nichts einfacher und ich will Euch mit zwei Wortendie Politik aller Welt anSeinandersetzen. Mein BruderKarl tödtet die Hugenotten, um ungebundener zu re-gieren. Mein Bruder Anjou läßt sie tödlen, weil ermeinem Bruder Karl ans dem Throne folgen soll, undweil mein Bruder Karl, wie Ihr mißt, hantig krank ist.Ich aber . . . und daS ist etwas ganz Anderes ... ichwerde nie in Frankreich regiere», wenigstens in Betracht,daß ich zwei altere Brüder vor mir habe; ich, den derFuß meiner Mutter und meiner Brüder noch mehr, alsdas Gesetz der Natur vom Throne entfernt; ich, der ichans keine Familienlicbe, auf keinen Ruhm, aus kein Kö-nigreich Anspruch zu machen habe, ich. der ich jedoch einHerz so edel, als das meiner Brüeer im Busen trage,ich, mein lieber Mönch, will mir mit meinem Schwertein diesem Frankreich, das sie mit Blut bedecken, einKönigreich zu schneiden "suchen. Das ist mein Wille,Mönch. Ich will König von Navarra werden, nicht durchdie Geburt, sondern durch die Wahl. Und bemerkt wohl,daß Ihr nur biegegen keine Einwendung zn machen habt,denn ich bin kein Thronränber, da mein Schwager EuroAnerbietungen ausschlägt und sich in Schlafsucht be-grabend laut anerkannt, daß dieses Königreich Navarranur eine Fiction ist. Mit Heinrich.von Bearn habt