Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
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Wenn ich mich an ihrer Stelle befände, undich wüßte gewiß, daß ich König wäre, d. h., daß ichGott auf Erden verträte, so würde ich es machen, wieGott, ich würde vergeben."

Madame," rief Rene, das Opiat Frau von Sanveaus den Händen reißend,Madame, gebt mir dieseKapsel zurück. Ich sehe, mein Gebülfe täuschte sich,als er sie Euch überbrachtc; morgen schicke ich Euch eineandere."

II

Ein Ncnlickchrter.

Am andern Tage sollte Parforce-Jagd im Waldevon Saint-Germain sepn. .

Heinrich hatte Befehl gegeben, ihm um acht UhrMorgens ein kleines Bearner Pferd, das er Frau vonSanve zu geben beabsichtigte, vorher aber selbst versuchenwollte, gesattelt und gezäumt bereit zu halten. Um dreiViertel auf acht Uhr war das Pferd gerichtet; auf denSchlag acht Uhr kam Heinrich herab.

Stolz und feurig, trotz seines kleinen Wuchses,sträubte das Pferd seine Mähnen und tänzelte im Hoke.Es war kalt gewesen und ein leichtes Glatteis bedeckteden Boden.

Heinrich wollte den Hof durchschreiten, um auf dieSeite der Ställe zu gehen, wo ihn das Pferd undder Reitknecht erwarteten, als er an einem SebweizerSoldaten vorüberkommend, der an der Thüre Schild-wache stand, wahrnahm, daß dieser Soldat das Gewehrmit den Worten vor ihm präsentirte:

Gott erhalte Seine Majestät den König von Na-varra!"