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Frau sich abwandte, um ihre Rothe zu verbergen unddem Blicke von Heinrich nicht zu begegnen.
Heinrich machte eine unermeßliche Anstrengung gegensich selbst, er entwaffncte seine Stirne, vie sich währendder Worte des Florentiners mit Drohungen beladenhatte, verwandelte den edlen königlichen Schmerz, derihm das Herz zusammenpreßte, in ein unbestimmtesBedenken und erwiederte:
„In meinem Leben ein düsteres Ereigniß . . . nein,Rene, nein. Ich erinnere ni-ssch ans meiner Jugend nurder Tollheit und Sorglosigkeit, vermischt mit den mehroder minder gewaltsamen Nothwendigkeiten, welche Allendie Bedürfnisse der Natur und die Prüfungen Gottesauferlegen."
Rene zwang sich ebenfalls, wandte seine Aufmerk-samkeit bald Heinrich, bald Charlotte zu, als wollte erden Einen anfregen und die Andere zurückhalten; dennCharlotte setzte sich wirklich wieder vor ihre Toilette,um das peinliche Gefühl zu verbergen, das ihr diesesGespräch verursachte, und streckte abermals die Handnach der Dpiatkapsel aus.
„Aber, Sire, wenn Ihr der Bruder des Prinzenvon Porcia» oder der Sohn des Prinzen von Condswäret, und man Euren Bruder vergiftet, oder EuernVater ermordet hätte. . . ?"
Charlotte stieß einen leichten Schrei aus, und nä-herte abermals das Opiat ihren Lippen. Rene sah dieBewegung, aber diesmal hielt er sie weder mit demWorte, noch mit der Geberde zurück / sondern er riefnur:
„Im Namen des Himmels, antwortet Sire: wennIhr an ihrer Stelle wäret, was würdet Ihr thun?"
Heinrich sammelte sich, trocknete mit zittender Handseine Stirne, ans der einige Tropfen kalten Schweißesperlten, richtete sich in seiner ganzen Höhe auf und ant-wortete mitten unter dem Stillschweigen, das sogar denAthen« von Nene und Charlotte hemmte: