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benveränderung erlitten, und man kann im Allgemeinen anneh-men, daß das so erhaltene Roth um so lebhafter ist, je dunkel-gelber der Stein vorher war. Sie heißen dann geglühte Topaseoder brasilianische Rubine. Uebrigens findet man auch in Bra-silien solche rothen Topase im Naturzustände. Auch lichtblaueund meergrüne Topase werden gefunden, und dann im Handelbrasilianische Saphire und Aquamarine genannt.
6. Der Keryll besteht aus kieselsaurer Beryllerde und kiesel-saurer Thonerde 8i^ -s-^1 81?) und krystallisirt als OseitigeSäule. Seine Härte ist 7,5—8, also nur wenig geringer alsdie des Topas, und sein specifisches Gewicht ist 2,67—2,76. DieFarbe variirt von Wasserhell durch gelb und blau nach grün. Inihm wurde 1797 von Vauquelin die Beryllerde entdeckt. Dieundurchsichtige Varietät heißt gemeiner Beryll und wird u. A.bei Limoges in Frankreich in armdicken Krystallen so massenhaftgewonnen, daß man damit die Straßen ausbessert. Vom durch-sichtigen, edlen Beryll unterscheidet man 2 Varietäten, den edlenBeryll im engeren Sinne, und den altberühmten Smaragd.
u) Der Smaragd. Man bezeichnet mit diesem Namendie intensiv grüne Farbenvarietät des edlen Beryll, eine so eigen-thümlich leuchtend tief grüne Farbe, daß man sie mit dem Na-men dieses Steines als Smaragdgrün bezeichnet. Der Sma-ragd war im Alterthum der beliebteste Edelstein, und sein Preiswar nur wenig geringer als der des Diamanten und der Perlen.Sein Gebrauch als Schmuckstein läßt sich bis in die ältestenZeiten Nachweisen, denn man hat ägyptische Mumien mit Sma-ragden geschmückt gefunden, und sowohl in Rom als auch inPompeji Smaragdschmuck ausgegraben. Auch berichtet Herodot,daß der berühmte Schicksalsring des Polykrates seinen hohenWerth einem kostbaren Smaragd verdankte. Plinius rühmt be-geistert seine herrliche Farbe als die schönste, die man sehen könne,
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