27
Wegen seiner vielen Risse eignet er sich aber nicht zumSchleifen.
H. Drr Spinell wird gewöhnlich, aber fälschlicher Weise,Rubin genannt. Er crystallisirt im tefseralen System, und seineGrundform ist der Acht-Flächner, weshalb er nicht auf das Di-chroscop wirkt. Er besteht aus Thonerde und Talkerde (Nst.Ä), seine Härte ist 8 und sein specifisches Gewicht 3,5 — 3,8.Er wird in fast allen Farben und allen Graden der Durchsich-tigkeit gefunden, aber eigenthümlich ist es diesem Steine, daßdie Reflexe, die aus seiner Tiefe spielen, auch bei den verschie-densten Färbungen in's Blaßgelbe ziehen. Man unterscheidet 4Varietäten des Spinells, von denen aber nur die ersten unter dieEdelsteine ersten Ranges, die andern zu den Halbedelsteinen ge-rechnet werden. Es find
n) Der edle Spinell. Vom blässesten Rosa bis zumdunkelsten Karminrotst. Diese Varietät ist es, die im Handelallgemein Rubin genannt und für den eigentlichen Rubin (denrothen Korund) oft genug verkauft wird. Am besten unterschei-det man die beiden Steine durch das Dichroscop. Er ist einsehr geschätzter Edelstein und steht ziemlich hoch im Preise, einschöner hochrotster Spinell von 4 Karat etwa 200 Mark. Grö-ßere Spinelle von schöner Farbe werden dem Wertste der Dia-manten ziemlich gleich kommen. Die Juweliere nennen ihn nachseinen Farbennancen, Rubin-Spinell, wenn er dunkelroth,Balas-Rubin, wenn er rosa, Almandinspinell, wenn ercochenilleroth mit einem Stich ins Blaue, Rubicell, wenn ergelblich roth, Essig-Spinell wenn er schmutzig röthlich ist.Die schönsten finden sich in Ostindien, Pegu und Ceylon.
b) Der blaue Spinell (Saphirin) zeigt alle Stufendes Blau, ist aber höchstens durchscheinend, niemals durchsichtig.
o) Der Pleonast, die schwarze Varietät des Spinell, ist
(4SI)