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10. Diamant. Wird von keinem Körper geritzt. Ritzt denKorund.
Liegt die Härte eines Minerals zwischen zwei dieser Härte-stufen, so drückt man das dadurch aus, daß man der niedrigenZahl der Härtescala noch sünf Zehntel anhängt.
Witt man also z. B. sagen, die Härte eines Minerals istzwischen 7 u. 8 der Härtescala, so sagt man seine Härte ist--7,5.
Die Härte ist die hervorragendste Eigenschaft der Edelsteine,denn die höchsten Stufen unserer Härtescala werden kaum vonanderen Körpern erreicht. So hat das härteste der gebräuchlichenMetalle, der Stahl, nur die Härte 6,5, und das Glas die Härte5 bis 6. Durch diese Eigenschaft allein ist es möglich, daßEdelsteine durch Jahrhunderte, trotz des täglichen Gebrauchs, ihreSchönheit, den Glanz ihrer feinen Politur, die Schärfe ihrer^ angeschtiffenen Kanten, oder die reine Zeichnung der in dieselbeneingravirten Figuren bewahren, während z. B. der goldene Ring,in den sie gefaßt find, schon nach wenig Jahren sich abnutzt undH unscheinbar wird. Wer sich die Mühe nehmen will, durch ge-naue Wägung festzustellen, wie viel am Gewicht ein silberneri Löffel oder goldener Ring, die täglich gebraucht werden, in wenig
» Jahren an Gewicht verlieren, der wird erstaunen, wie viel von
H den edlen Metallen täglich verloren geht, weil ihr Härtegrad dem
! der Edelsteine so weit nachsteht (2,5—3). Auch ohne genaue
Wägung läßt sich diese Thatsache an den Silber- und Gold-münzen beobachten, die stark umlaufen. Man hat daher denWerth der verschiedenen Edelsteine geradezu nach ihrem Härte-grade bestimmen wollen, und mit einigen Ausnahmen ist diesauch richtig.
Diese Ausnahmen werden dadurch bedingt, daß ein Edel-stein sich durch besonders schöne Farbenerscheinungen vor andernauszeichnet, und wegen seiner Seltenheit hoch im Preise stehttrotz geringen Härtegrades. So z. B. der Türkis und der edle
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