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Die Edelsteine
Entstehung
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von Naturkörpern, welche sich seit Jahrtausenden einer so außer-ordentlichen Werthschätzung aller Völker erfreut haben, nur vomwissenschaftlichen, d. h. vom mineralogischen Standpunkte aus,indem wir ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften zu er-forschen suchen.

Dabei sei es gleich von vornherein bemerkt, daß sich Schwie-rigkeiten eigenthümlicher Art ergeben, wenn man die Edelstein-kunde vom rein mineralogischen Standpunkte aus auffaßt, undzwar besteht die Hauptschwierigkeit darin, daß diejenigen Eigen-schaften, welche für den Edelstein als Gegenstand des Schmuckesdie wichtigsten sind, also die Farbe, Durchsichtigkeit u. s. w. vommineralogischen Standpunkt aus unwesentliche Eigenschaftensind, indem sich die mineralogische Einheit durch die che-mische Zusammensetzung, die Krystallform, die Härte eines Mi-nerals darstellt.

Daher kommt es, daß Edelsteine, die Jahrtausende für ganzverschieden galten, wie z. B. der blaue Saphir und der rotheRubin jetzt als zufällige Farbeuvarietäten ein und desselben Mi-nerals, des Korunds angesehen werden müssen, und daß anderewieder, die der Juwelier z. B. ihrer durchsichtigen Goldfarbewegen als Topas bezeichnet, ganz verschiedenen Mineralspeciesangehöreu können. Leider sind die mineralogischen Kenntnisse,die erforderlich sind, um die Edelsteine in ihrer mineralogischenWesenheit zu bestimmen, bei den Juwelieren lange noch nicht soverbreitet, als dies wünschenswerth und nothwendig wäre, undes kommt daher gar nicht selten vor, daß Edelsteine unter fal-schem Namen verkauft werden, ohne daß dabei bezügliche Absichtangenommen werden darf.

Wir wollen nun zunächst einige der wichtigsten Eigenschaftenbetrachten, die vorzugsweise geeignet sind, die Edelsteine von ein-ander zu unterscheiden. Von allen diesen würde die chemischeZusammensetzung die wichtigste und entscheidenste sein, doch ist

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