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legen, weil ihnen die Käfergattung Scarabäus (der Pillenkäfer)für heilig, und als das Symbol der Unsterblichkeit galt.
Von den Egyptern lernten wohl die Juden den Gebrauch derEdelsteine kennen, und es ist ein Beweis, wie weit mau in derKenutniß und im Gebrauch derselben schon damals vorgeschrittenwar, daß Moses (1500 v. Chr.) anordnet, den Brustschild desHohenpriesters mit 12 verschiedenen, namentlich aufgeführtenEdelsteinen zu schmücken, deren jeder einem der 12 Stämmegeweiht war.
Unter diesen Umständen ist es in hohem Grade auffallend,daß die Griechen ein halb Jahrtausend später, zur Zeit als dieHomerischen Gesänge entstanden, wie es scheint, den Gebrauchder Edelsteine noch nicht kannten. Das einzige Wort, was alsNamen eines Edelsteines gedeutet werden kann, Electron, kommtin der Ilias gar nicht, nur in der Odyssee dreimal vor, und daes feststeht, daß man in nach-homerischer Zeit in Griechenlandmit dem Worte Electron zwei ganz verschiedene Dinge bezeichnet^einmal den Bernstein, dann aber auch eine Legirung von vierTheilen Gold und einem Theil Silber, so bleibt es sogar zweifel-haft, ob Homer auch nur den Bernstein gekannt hat. Letzteresist allerdings wahrscheinlich durch die zwei Stellen Odyssee XV460 u. XVIH 296, in denen das Wort im Plural als Ver-zierung von Goldschmuck gebraucht wird. Jedenfalls wird keinesandern edlen Steines in beiden Gesängen Erwähnung gethan,und wir dürfen bei der ausgesprochenen Neigung des Homer,alles glänzende und in die Augen fallende mit behaglicher Aus-führlichkeit zu schildern, hieraus wohl schließen, daß den Griechenauffallender Weise trotz ihres Verkehrs mit Kleinasien und be-sonders mit den Phöniciern die Edelsteine erst in der nach-homerischen Zeit bekannt wurden. Erst im Verlauf des 7. und6. Jahrhundert v. Chr. läßt sich bei den Griechen die Bekannt-schaft mit den Edelsteinen Nachweisen, und Theodorus von Samos
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