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schon länger gekräukelt, die gefeierte Beatrice. Laute Klagen er-hoben darob die Sänger, um ihre holde Herrin auch im Todenoch zu preisen, am würdigsten vielleicht Faidit in einer Ode")mit dem Refrain: „Von dem Tage an, da der Mensch geborenwird, beginnt er zu sterben, und wer am längsten gelebt, hatam längsten mit dem Tode gestritten; drum ist der ein rechterThor, der auf sein Leben baut." Während die Heimgegangenealso verewigt ward, daß in der späteren Sage sie, für die nichtszu hoch zu sein schien, sogar als Königin von Frankreich fort-lebte, blieb damals Rambauts Mund stumm; der Schmerzhatte ihn zu tief in seinem Innersten getroffen. Fortan warsein Sinnen nur ans Kampf und Kriegsruhm gerichtet, und alsendlich Venedigs herrliche Kreuzflotte mit der Blüthe der fran-zösischen, deutschen und lombardischen Ritterschaft die Ankerlichtete, saug er"):
„Sanct Nicolaus von Bari führt die Flotte,
Hoch seh' ich der Champagne Banner wallen,
Der Markgraf ruft: Montferrats Löwe nah't!
Graf Balduin: „Hoch Flandern", in dem Kampfe,
Drin kühn mit Speer und Schwert er walten wird.
Bald haben wir die Türken überwundenUnd unsers Heilands wahres Kreuz gewonnen,
Der Markgraf beugt des Sultans stolzes VolkUnd wird im heil'gen Land die Palm' erringen."
Aber solche Hoffnung war eine eitle. Venedig entführte dasKreuzheer, das sich ganz in die Gewalt des „klugen und vielweisen" Dogen begeben, seinem ursprünglichen Zwecke. Nachdemmit Hülse der ritterlichen Kräfte aus Frankreich, Italien undDeutschland die 20 Jahre vorher abgefallene und unter denSchutz des Königs von Ungarn getretene Stcrdt Zara in Dal-matien unterworfen war, wurde im Einverstänidniß mit Philipp
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