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Bonifaz von Montferrat, der Eroberer von Konstantinopel, und der Troubadour Rambaut von Vaqueiras
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wollte die Gefahren des Zuges theilen und nahm in feierlichsterVersammlung der Edelsten das Kreuz.

Montscrrats Residenz hatte inzwischen manch' vornehmenBesuch gehabt: zumal der reiche Graf von Flandern, Balduin IX.,fand glänzende Aufnahme und prächtige Bewirthung. Natürlichließen sich auch Bonifacio's Trobadors hören; vor allen Rambautmußte die Ehre des Hauses wahren, so schwer auch der Schmerzder bevorstehenden Trennung auf seiner Seele lastete. Verziehder kalte Flamänder dem Ritter Rambaut, dem WaffenbruderBonifacio's, seine Vertraulichkeit mit dem Fürsten, so griff erdagegen den Plebejer Folquet von Romans damals in einerspitzigen Tenzone an um 500 Mark Silber, die er sich ersuugen;er überhebe sich seiner Stellung und vergesse die tiefe Kluft,welche Herrn und Diener scheide. Gereizt, doch würdig, ent-gegnet Folquet:Gleich wie der Helle Polarstern den Schiffernals Leiter und Führer dient, so lockt hoher Preis einen jedenEhrenmann, der frank und höfisch ist. Der aber verfällt in argeSchmach, der einst tapfer war und es hernach aus Weichheitund Mangel au Muth bereute. Und da weiß ich Einen, derVerdienst, Ritterlichkeit und Jugend so verpfändet hat, daß,wenn das Augstfieber ihn ergreift, es ihn gefangen hält,"eine bittere Anspielung auf den Abfall Balduins von Richard I.Löwenherz und seinen Separatfrieden mit Frankreich.

Der Stolz des Flamänders hatte ihm die Herzen der Lom-barden entfremdet; auch die Deutschen, welche sich unter demGrafen von Katzenellenbogen an der Heerfahrt betheiligten,stellten sich unmittelbar unter die Fahnen des milden Mark-grafen, des Verwandten der Staufer. Ehe dieselben in Venedigeiutrafen, hatte Bonifacio eine traurige Pflicht zu erfüllen.Anfangs Juli 1202 starb seine Lieblingsschwester, nachdem sie

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