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Bonifaz von Montferrat, der Eroberer von Konstantinopel, und der Troubadour Rambaut von Vaqueiras
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Neben diesen beiden waren es der edle Herr Elias von Ca-denet, der freigesinnte Aimeric von Peguilain aus Toulouse undder stolze, bittere Folquet de Romans aus Vienne, welche kürzereoder längere Zeit ihr Lied dem Dienste Bonifacios widmeten.Letzterer preist noch später im Gegensatz zu der Kargheit Wil-helms IV. dessen Vater, der mehr als irgend ein Lombarde umdes Ruhmes willen geopfert, „der zuletzt uns Hofleute in großeNoth gebracht. Denn als er mit dem Kreuzheer nach Romaniazog, entfloh mit ihm die Freigebigkeit. Verwünscht sei darumdas Reich von Thesfalonich, um dessen willen viel wackere Sän-ger gleich elenden Bettlern die Lombardei durchziehen müssen".")

Aber unter jenen allen war keiner, der mit Bonifaz eineninnigeren und dauernderen Bund geschlossen hätte, als der hoch-begabte Rambaut von Vaqueiras, das Muster eines vollendetenTroubadours, nicht blos ein geistvoller, phantafiereicher Spiel-mann, sondern ein ächter Dichter im vollsten Sinne des Worts,wohl bewandert in allen Künsten des Friedens, in den Dichtun-gen und Romanen der Alten und in den Sprachen des Südensund dabei ein seinem Herrn ebenbürtiger Kriegsheld. ")

Herr Rambaut war um 1155 zu Vachires in Venaissin ge-boren, also gleichaltrig mit Bonifacio; er war ritterlichen Stan-des, aber sein Vater Petrols war geistesschwach gewesen undhatte ihm an Glücksgütern nichts hinterlassen. So begab er sichdenn an den Hof seines Lehnsherrn, des Grafen Bertraud I. vonBaux, der nachmals (1178) den Titel eines Fürsten von Orangeannahm und freigebig die Dichter der Provence um sich sam-melte. Dort in Orange lernte Rambaut singen und sagen;nicht wie die reichen Herren hatte er seinen Spielmann im Ge-folge, in einer Person war er Joglar und Trobador. Seinerstes Lied war ein Sirvantes, ein Dienstlied, das er bei einem

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