l6
folgreich zu Ende führte, so wurden auch vielfach andere, aufgleichem Gebiet liegende Untersuchungsobjecte mit denen sichschon das vorige Jahrhundert beschäftigt hatte, von den Physi-kern unserer Tage wieder vorgenommcn. Die Fortschritte derTechnik und die hierdurch erzielte größere Vollkommenheit derInstrumente, die bessere Einsicht in verschiedene chemische undphysikalische Vorgänge, welche manche Fehlerquelle früherer For-scher vermeiden lehrt, die gesteigerte Geschicklichkeit im Experi-mentiren erwecken natürlich den neugefundenen Resultaten vonvornherein ein größeres Vertrauen und wenn — wie das wirk-lich bei verschiedenen Untersuchungen der Fall ist — mehrereForscher, vielleicht auf verschiedenen Wegen, zu genau denselbenZahlen kommen, dann ist ein Zweifel an solchen Angaben voll-ständig ausgeschlossen.
Wir kennen z. B. jetzt das Gewicht eines Kubikcentimetersatmosphärischer Luft sowohl, wie eines beliebigen Gases inGrammen ausgedrückt bis auf 6 Decimalen und wissen nichtblos, wie sich diese Werthe mit der Temperatur und demAtmosphärendruck ändern, wir können sogar den Einfluß, derMeeres höhe und der geographischen Lage mit in Rechnungziehen").
Mit fast gleicher Sicherheit vermögen wir jetzt zu bestimmen,welche Wärmequantität ein Gas braucht, damit es seine Tem-peratur auf einen beliebigen Grad erhöhe.
Indem sich so unsere Kenntnisse von den gasförmigenKörpern immer mehr vertieften und durch neue Entdeckungenwie z. B. betreffs der Wärmeleitungssähigkeit und der Diffusionerweiterten, mußte sich nach und nach das Bedürfniß auf-drängen, die bisher unverbunden neben einander bestehendenThatsachen unter eine höhere Einheit zu vereinige». Es galteine Vorstellung von der Constitution der Gase zu gewinnen,einen Ausgangspunkt für die Erklärung der mannigfaltigen
lLSS)