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Die gasförmigen Körper und die heutige Vorstellung vom Wesen der Gasform : Vortrag, gehalten am 24. September 1875 zu Sondershausen
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ursprünglichen Raumes, also um etwas mehr als ausdehnte,und als Gesetz sprach er aus, daß die durch Temperaturerhöhungbewirkte Raumvermehrung bei allen Gasen dieselbe sei. Wennman eine Gasmasse in Pin unausdehnsames Gefäß eiuschließt,so kann sie natürlich bei Wärmezufuhr keinen größeren Raumeinnehmen, dafür muß aber und genau in demselben Maße, wiedas Volum zugenommen haben würde, der Druck auf die Ge-fäßwände wachsen. Das ist nur eine unmittelbare Folgerungaus dem Gay-Lüssacschen Gesetze. Auch der in den Anfangdieses Jahrhunderts fallenden Untersuchung des genannten For-schers hafteten indeß nachweisbare Fehler an, und volles Ver-trauen verdienen erst die nahezu übereinstimmenden Resultate,welche Nudberg, Regnault, Magnus und in allerneuester ZeitJolly fanden; danach können wir annehmen, daß sich die Luftbei jeder Zunahme der Temperatur um 1° 0. um des bei0° von ihr eingenommenen Raumes ausdehne. Nimmt dieTemperatur ab, so vermindert sich auch ihr Volum für jedenGrad der hunderttheiligen Skala um denselben Betrag.")

Was die übrigen Gasarten aulangt, so stellte sich heraus,daß der sogenannte Ausdehnungscoefficient zwar sehr nahe, aberdoch nicht vollkommen mit dem der atmosphärischen Luft über-einstimme. Im Allgemeinen dehnen sich nämlich die einzelnenGase um so weniger aus, je geringer ihr specifisches Gewichtist und so erfährt Wasserstoff die geringste, Kohlensäure diegrößte Volumvermehrung unter den bekannten Gasen. Auchfür ein und dasselbe Gas ist der Betrag der Ausdehnung nichtunter allen Umständen derselbe"). So wenig, wie das Ma-riottesche Gesetz, kann auch das Gay-Lüssacsche als vollkommendurch die Erfahrung begründet angesehen werden.

Für die Praxis sind alle die scheinbaren Unregelmäßigkeitenin der Ausdehnung von keiner Bedeutung, von desto größererdagegen für die theoretische Physik. Indem sie genau, wie die

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