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geschlossenen Raume, so äußert sich das Bestreben der Ausdeh-> nung in einem bestimmten, auf die Wände des einschließendenGefäßes ausgeübten Drucke. Wenn wir wissen, daß durch Zu-sammenpressung der Luft in der Windbüchse dieser Druck starkgenug werden kann, um ein Geschoß mit Gewalt aus demLaufe zu schleudern; wenn wir durch Erhitzung der Dämpse, diebestimmt sind, in den Cylinder der Dampfmaschine einzutreten,den Druck so weit steigern können, daß der Kolben sich hebt,^ das Schwungrad in Bewegung geräth und so die ganze Maschinein Thätigkeit kömmt, so sind uns auch im Allgemeinen die Um-^ stände bekannt, von welchen der Druck einer gegebenen Gasmasseabhängt: es ist die Dichte und die Temperatur. Mit einerso oberflächlichen Kenntniß ist natürlich wenig gewonnen, Be-! sriedigung kann dem Geiste nur ein bestimmter Ausdruck, einfestes Gesetz gewähren. Eine kurze Betrachtung wird uns dazuführen: Wir denken uns einen hohlen Cylinder mit Luft erfülltund mit einem luftdicht schließenden Kolben abgesperrt. An demKolben sei ein Gegengewicht angebracht, welches zunächst verhin-dert, daß jener mit seiner eigenen Last auf die eingeschlosseueLuft drückt. Ganz ungepreßt ist dieselbe freilich nicht, lastet dochauf ihr die ganze bis zum Ende der Atmosphäre reichende Luft-säule, und wenn z. B. der Querschnitt des Cylinders 100 Quadrat-centimeter beträgt, so entspricht, wie uns Torricelli gelehrt hat,der Druck der Luftsäule bei gewöhnlichem Barometerstände einem^ Gewichte von etwa 100 Kilogrammen. °) Wir wollen diesenDruck einen Atmosphärendruck nennen. Jetzt belasten wir denKolben und sehen ihn tiefer in den Cylinder hinabgleiten; jedeszugefügte Kilogramm bewirkt ein weiteres Sinken, aber immernur bis zu einem gewissen Punkte. Nach und nach haben wir100 Kilogramm aufgelegt: wie weit ist der Kolben eingesunken?Eine genaue Messung lehrt, daß die Luft jetzt nur die Hälftedes ursprünglichen Raumes einnimmt; die doppelte Last, der
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