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Gründlicher Bericht des deutschen Meistergesangs : erste Auflage
(1571)
Entstehung
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Vorrede vnd Dsäioation.

bleiben. Vnd ob schon vnter jhncn je einer ein besser Darms» machtals der ander, so bleiben doch die lisAulav Drosoäias dnnerendert.

Weil denn vnser Geticht der Meistergesenge, auch ein DeudschePosterey von etlichen genennet wird. Als denn etliche vnsereStraffregeln mit den RsAuIis Drosociise über eintreffen, Solle»wir billich vnsere Regeln oder Tabulatur, vnzertrenlich, einer wieder ander halten vnd behalten.

Habe derhalben gedacht, gewisse Straffregeln der rechten Tabu-latur ordentlich zu stellen, Rathende das man darob halten wölle.

Da aber jemandts was bessers Wiste, Das zu merer richtigungdienstlich were, wil ich mir es gerne gefallen lassen.

Alle Liebhaber dieser Kunst, Vnd insonderheit alle verstendigeSinger vnd Dichter, freundtlich bittend, hierinnen günstigen gefallenzu tragen, vnd mit diesem meinem wenigen fleih auff diß mal fürlieb zu nemen, Als ich denn solchs zu nutz vnd dienst aller dieserKunst liebenden, gantz wolmeiulich in Druck fDI. A b^s geben wollen,damit diese Kunst niemand verborgen, Sondern menniglichen, derdarzu lust vnd liebe hat, hieraus kürtzlichen verneinen möge, Wieman Singen, Tichten, vnd diese löbliche Kunst recht verstehen vndgebrauchen solle.

Das aber Edle, Gestrenge, Ehrnvheste, Erbare, Hochvnd Wolweise Herren, Ich diß mein Büchlein E. G. ottdrirs, geschiehtfürnemlich darumb, Das in wolgemelten löblichen KavserlichenReicbßstedten, diese Christliche Singekunst anfenglich erfunden, ge-braucht, vnd biß auff diese Zeit inn Übung gehalten werden, vnd nochvon E. G. befördert vnd erhalten wird. Nnterthenigst bittende, E. G.zu deren Ehren vnd wolgefallcn, ich diesen meinen fleiß vnd mühegehorsamlich vnd gerne angewendet, solches zu günstigem gefallenannemen, Vnd dieser Alten löblichen Künst, ferners günstige be-förderer, sein vnd bleiben wollen, Als mir nicht zweiffelt, E. G.als Hochuerstendige vnd erfahrne in allerlei) Dissiplius», sich dißfals auch zünftigst erzeigen werden, Vnd mich bey neben imgünstigem befelch haben. E. G. glückliche, friedliche Regierung vonGott dem HERREN trewlich wünschende. Derselbige ewige Gottverleihe vns allen, des hei-fkl. »"s ligen Geistes gaben, das imSingen, Sagen vnd Tichten, wie auch sonsten in vnserm gantzenleben, sein thewer Name geehret, vnd die liebe des Nechsten in friedvnd einigkeit, dardurch gefördert werde.

Datum Görlitz, de» 1. ^prilm, ^»»n 1571.

E. G.

Gantz dienstwilliger

Adam Puschmann, Mit-bürger zu Görlitz.

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