IX
sänger und der von ihnen erfundenen Töne mit Angabe desUmfanges derselben. Dieses Verzeichniss beginnt mit densogenannten ersten zwölf Meistern (vgl. S. 4) und ihrenNachdichtern (im ganzen 21 an Zahl). Diesen schliessensich die Nürnberger Meister an, deren (bis auf LienhardtNunbeck, den bekannten Lehrer des Hans Sachs in der„holdseligen Kunst des Meistergesangs“) 12 aufgezählt werden.Den Beschluss macht eine durch einen frommen Wunsch fürdas Seelenheil der meist schon entschlafenen Sänger ein-geleitete Aufzählung der mit Hans Sachs beginnenden neuerenReihe von Nürnberger Meistern, 48 an Zahl, sammt ihrenTönen. Derartige Aufzählungen wie die hier vorliegendesind ja auch sonst vorhanden, und es erschien aus diesemGrunde überflüssig, hier einen Abdruck davon hinzuzufügen.
Die sich in den nun folgenden 3 Schulkünsten findendenAbweichungen vom Druck beziehen sich im wesentlichenauch nur auf die Schreibung. An einer Stelle (s. NeudruckS. 41, Z. 11 v. u.) steht die Verszeile: Slucfj ftrufft allein;bisweilen ist wohl auch ein Buchstabe, eine Silbe, oder einkleines Wort ausgelassen. Der in derselben Schulkunst(S. 42, erste Zeile oben) vorkommende Druckfehler ©ngt(statt fingt), den nach Götze a. a. 0. S. 91 auch das „fneBIein",welches die Abschrift für Georg Hager besorgte, vermiedenhat, findet sich in unserer Posener Handschrift ebenfallsnicht. In der letzten Zeile derselben Schulkunst, in welcherim Druck steht: „®en mag man reumen funftreidf frei)" (wasder Dresdner Abschreiber in reimen änderte, weil er esnicht verstand), hat die Posener Handschrift nennen.
Hinter den 3 Schulkünsten findet sich in unserer Hand-schrift noch das unter S. 46 f. als ‘Anhang’ mitgetheilteGedicht: „@in©djulfunft Sn ber langenguglueifjegri^.ßorrtfä".*)
*) Die Ueberschrift, die Anfangsbuchstaben der einzelnenStrophen und die gesperrt gedruckten Wörter, endlich auchdie Unterschrift sind in rother, alles übrige in schwarzerSchrift. Uebrigens rührt diese Verherrlichung des Meister-gesanges nach einer Mittheilung von E. Götze nicht von demAugsburger Meistersänger Daniel Holtzmann, sondern vonHans Sachs her.