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Speculum vitae humanae : ein Drama ; 1584
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wo wolt ich das Gelt samblen, du vnd alle Nachbernsotten es an meinem täglichen thuen vnnd wesen, auch anmeinen Klaidungen wol spüren vnnd mercken, das icharm bin.

Herr:

Schweig, es ist ain alts Sprichwort, das dise, so amReichisten sein, sich am Ermisten stellen, vnd wann mansbeym liecht sehen wil, so sein Sy wol die Ermisten, dannSy essen vnd trincken jhnen nimmermehr genueg, manwaist aber wol das du Gelt hast. Dann wann ain gueterDucaten oder Cronen verhanden, so lassest du sy gewißnit dahinden, Sy »messen außgewechßlet sein, vnd wannjr also amen gueten hausten zusamen bringt, so verstecktjhrs hin vnnd wider inn die Winckel, leydet s25^ angstvnnd not darbey. Derhalben jhr billich Armselige leut,vnd wirdt doch zu letst ewr Gelt einem andern zuthail,dem jrs nit vermaint.

Der reich Kauffman:

Man zeicht vns offt vil, das nit ist, du machst mirmein Hertz recht schwer, das ich gleich auß meinen sachennit kommen kan.

Herr:

Lieber Nachher, ich Hab dirs am hergehen wol an-gesehen, das dir nit recht ist, sonder schwcrmüetig bist,vertraw mir dein anlige», kan ich dir helffen, so wil ichsgern thuen, souil mir mnglich ist, ich verhoffe auch, duhabest bißher an mir allzeit einen trewen Nachpern gehabtvnd gespürt.

Reich Kauffman:

Weil du dich dann alles guets gegen mir erbeutst,so wil ich dirs gleich vertrawen, du waist dich zuerinneren,das es vor drehen tagen inn vnser Nachberschafft ge-brunuen, vnnd dieweil ich ein wenig ein Gelt beyeinandergehabt, Hab ich es in ein Bassel eingeschlagen vnd damit,wann das Fewr inn mein Hauß kommen wäre, ichs nitverlur sondern versichert, in disen Brunnen geworffen, dasichs allwegen wider haben künde, wie ich dann dise zween

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