vnd gethan habt, also Pflegt Gott als der rechte Samaritandem armen abgezognen vnd halb erschlagnen MenschenWein vnnd öl in s20^ seine Wunden zugiessen, das istdie Sünder mit Rew vnd laid zuengstigcn vnd darnebenmit Hoffnung vnd zuuersicht Göttlicher gnaden vnd desewigen lebens durch seinen bittern Tod vnnd fröliche Auff-erstehung zutrüsten vnnd zuerfrcwen. Derohalben so ge-denckt nit allein, das ewere Sünden vnzelich vnd großseind, sondern auch, das die Reichen verdienst, Nemblichendie selige Menschwerdung, mühe vnnd arbait, schand vnndspott, Hunger vnnd dürft, hitz vnnd kälten, angst vndbluetigen Schwaiß, Wunden, Creutz vnd bitterer Tod JesuChristi, vnsers Herrn vnnd Seligmachers, nit allain Eweresündcn, sondern aller Welt missethaten, so weit vbertreffen,als die gantze Welt vbertrifft vnd hinwigt ein klainesSonnenstaublein, vnd sonderlich habt in acht, das seinetieffe vnermeßliche vnnd grundtlose demuet ewer vnd vnseraller Hoffart gleich wie ein tieffes Meer verschlänget vndcrtrencket, souerr jr nun diß glaubt, so gedruckt das GottesSun nit allein zu andern, sondern auch zu euch sage:Also hat Gott die Welt geliebt, das er gab seinen ain-gcbornen Sun, auff das ein jcgklicher, der an jhne glaubt,nit verloren werde, sondern das ewig leben habe, darumbso fcrr jhr disem meinem bericht stat vnnd glauben gebt,so macht euch als ein gehorsames kind der Heyligen Katho-lischen Kirchen gefaßt zum Heyligen Sacrament der Bueßvnd der heyligcn ölung, beichtet ewere Sünd mit war-hafftiger Rew, vnnd da euch Gott der Allmächtig von s21°sdiser Kranckheit auffhülfft, gueten fürsatz, ewer leben zu-besseren, last euch speisen vnd trencken mit dem Himmelbrotdes wahren Leibs vnnd Bluets Jesu Christi, vnsers Er-lösers, so wirdt ewer verwnndt gewissen gehallt vnd ewrebetrüebte Seel getrüst vnd jr von Gott zu gnaden an-genommen werden wie Maria Magdalena, da sy außrechtem Glauben vnd bucßfertigem hertzen dem SuneGottes zu seinen Messen fiel vnd dieselbigen mit jhrenzähern netzet vnnd mit ihrem Haar trücknet, so hat dertrewe Hirt vnnserer Seelen an seinen Schäflein, so mitschwerer Kranckheit beladen, sonderliches getrostreiches ge-
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