mügen Hab, ich solle ain Jar oder zway frembde Landdurchziehen, dieselbigen zusehen vnd etwas znerfaren.
Einsidel:
Lieber Sun, es falt sich nit, das ainer, der weitvnder der frembde zeucht vnd vil sicht, auch vil lernet,aber es versteht sich so wol aufs das böß als aufs dasguet, vnd ist grosse gcfährligkait darbey, dann ich wil dirvnder andern Reisen in die frembde Land nur diß Ex-cmpel geben: hast du tust zum Heyligen Grab zuziehen, istnit ohn, das du was schönes da zesehen, dann was istschüners als die Stett vnd ort, da unser lieber Herr vndSeligmacher Jesus Christus von vnsert wegen geboren, invilerlay weg gemartert, gecrcutziget vnd gestorben ist, zubesichtigen. Du solst aber wissen, das so offt ein Gesell-schafft mit einander zeucht, dieselbig selten gantz widernmbhaimbkompt, sonder etliche auß jnen dahinden bleiben, onewas sy für gefahr vnderwegen zu Wasser vnd Land vber-stehen müessen, wilst du dann andere ferrn Land, alsWelschland, Spanien, Engcland, Portugall, die Türggeyvnd dergleichen durchrasten, so kaust sl2^ du gleich sowenig ohne grosse gefahr leibs vnnd lcbens durchkommen,darumben ich dir, dieweil du ain ainiger deines Namensvnnd Stammens, nit dar zue rathen kan.
Jüngling:
Lieber Vatter, du machest mir mit diser deiner red«in tust vnd ain forcht, dann mann ich gedencke die herr-ligkaiten deren sachen, so bcy dem Heyligen Grab zusehen,sonderlichen die ort, da Christus, unser Herr vnnd Selig-macher, gemartert, gepeinigt vnd gestorben ist, so beduncktmich es seye mein Hertz in mir gantz vnnd gar anzündt.Dargegen so mueß ich auch bekennen, dieweil ich ain ainigermeines Namens vnd Stammens bin, vnd du mir die ge-sährlichkeit der Raiß so groß machest, das ich es nit wolwagen darfst vnnd dunckt mich schier ich werde meinemHaußmaister volgen.
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