gent mit Ehren hinbringen solle, dieweil ich auch wederVatter noch Mueter, meine Geschwistergeth mir auch allemit Tod abgangen, vnnd ich also ainiger vnnd der leistemeines Stammens verlassen, will ich dich, lieber Hofmeister,als den ich jederzeit getrew befunden, vmb Rath fragen,wie ich solliches angreiffen mochte.
! Der Hofmaister:
s3"j Genediger Herr, ich Hab all mein lebenlang gehört,das der so Rath begert, dem selbigen sey zerathen, vnndder sich aines gueten Raths helt, dem selbigen es wol vndglücklichen von statten gehet, auch jne nit gerewen thuet,das aber E. G. mit meiner Person, vnd mit meinen ge-trewen vnterthenigklichcn Diensten genedigklich zufriden,thue ich mich nit wenig erfrewen, wäre mir auch nichtsliebers, dann das E. G. ich (wie ob Gott will vnd ohnerhnem zemelden bißher beschehen) an jetzo auch, weil E. G.meines vnterthenigen Raths begeren, wol vnd nützlich dienenkünde, vnd sollicher mein Rath E. G. zu allen Ehren vnndglücklichem vortgang geraichcn möchte. Nun aber, genedigerHerr, ist es in diser »erkürten Welt laider also beschaffen,das diejenige» vnd zuuorauß junge Leut, denen Gott vnddas Glück in allein, was die Menschliche vnderhaltungvnnd wollnst belangt, alles benüegen vnnd volkommenheitverlihcn vnd beschert, wenig des Vatterlands noch dengemainen nutz vnd wolfart betrachten, sondern gedenckennur dahin, wie sy jren Pracht füeren gueten muet habenvnd jnen selbst allain lieben möchten. Darumben, genedigerHerr, were mein getrewer rath das E. G. sich ans ainzeitlang an ainen Fürstlichen Hof vnd fürnemblichen anE. G. Landsfürsten Hof begeben theten; dann ain feinding ist, wann ain Herr seine vnderthanen vnd die Bnder-thanen jren Herrn erkennen lernen, dardurch baider liebvnnd vertrawen gegen ainander wachsen. s3^ Aber dasmüeßten E. G. sich hüeten, das sy sich kainer leichtfertigenjungen Gesellschaft annemen, derselbigen sich auch nichtanhengig machen, sondern allain jrem Herrn vnnd Lands-sürsten getrewlich vnnd fleissig auffwarten, vnd sich gueterEhrlicher Gesellschafft befleissen.