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Speculum vitae humanae : ein Drama ; 1584
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Franenfeld 18S8. Sixt Birck wird von Rebhun, Stöckel undFrischlin benutzt; der letztere kennt auch Rebhun und wirdseinerseits wieder von Schonäus, Israel und dem HerzogHeinrich Jnlius von Braunschweig benutzt. Eine zweiteTradition geht von dem alten Nürnberger und MagdeburgerDrama aus: Leseberg und der Herzog von Braunschweigverraten Kenntnis desselben; bei dem Herzog von Braun-schweig treffen also beide Traditionen zusammen.

Unter den neutestamentlichen Stoffen (Holstein 123)ist Johannes der Täufer beliebt: offenbar aus den mittel-alterlichen Passionsspielen, denn Greif (Scherer, deutscheStudien III40) beruft sich in einer Vorrede ausdrücklichauf die Vorfahren. Buchananus soll (Herford 08) Schüpperbenutzen, ein Drama von Schonäus fehlt bei Holstein. Dasbeliebteste Thema aus dem neuen Testament ist das derWeihnachtsspiele, welche bis ins 17. Jahrhundert fort-leben (Bolte in .Märkischen Forschungen XVIII 211 ff.; UberFachs Weihnachtsspiel von 1638 s. ADB Bolte). Den zwölf-jährigen Jesus (Holstein 131) behandelt Macropedius imJesus scholasticus 155G und Oldendorp in einem deutschenDrama von 1586 (Bolte ADB); Cuno (s. Scherer ADB); ausBurmeisters Stück Auszüge bei Wiechmann III 16 ff. 223.Die Passion (Holstein 133 ff.) wurde auf Luthers Wider-raten nur selten Gegenstand des Drama: er fürchtete sowohldie ungesunde sentimentale Auffassung von Christi Leiden,als den Rückfall in den katholischen Ceremoniendienst. Inden katholischen Gegenden dauern sie fort, wie die Frei-burger Handschriften von 1599 und 1604 beweisen, welcheMartin in der Zeitschrift der historischen Gesellschaft inFreiburg III 1 ff. herausgegeben hat. Auf Sebastian Wildberuht das Oberammergauer Passionsspiel (vgl. A. Hartmann,das Oberammergauer Passionsspiel in seiner ältesten Gestaltzum ersten Male herausgegeben, Leipzig 1880). Eine Passions-auffiihrung ist 1569 in Berlin nachgewiesen (Friedländer,Weihnachtsspiel von 1589, Berlin 1839, S. VII); über dasspätere Verbot, welches Fortdauer voraussetzt, s. oben. Hier-her gehört auch die Magdalena evangelica von Petrus Phili-cinus (ADB Holstein). Bei den Lazarusdramen (Scherer,deutsche Studien III 55. 58 f. Palm 88 und 98. Gaedertz,Rollenhagen 39. 118. Gödeke, Römoldt 113), welche durch