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Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl
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Meschenich.

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zu Brühl läßt sich alsdann das Capitel von St. Maria in den Hof ein-weisen. 1698 wird Freiherr von Quadt zu Buschfeld, Domherr zu Trier,ersucht, die zum Neubau des Hofes vorgeschossenen 203 Thaler zurück-zuzahlen und den Hof auszulösen. 1700 hat sich Otto Heinrich Freiherrvon Quadt, Domherr zu Mainz, durch Erlegung von 450 Rthlr. vondem seit 70 Jahren restirenden Erbpacht freigemacht. 1719 besitzt dasGut Otto Johann Sigismund Freiherr von Quadt; 1730 Karl CasparEmmerich Freiherr von Quadt zu Buschfeld, Domdechant zu Trier.Dann kam das Gut an die Grafen von der Lehen, von denen es anfangsdieses Jahrhunderts an Herrn Rolshoven verkauft wurde; die Hof-gebäude wurden abgebrochen und die Ländereien zum Magerhof gezogen.

b) Ein zweites adeliges Gut war der Contzenhof mit 196 MorgenAckerland (anno 1669). Auch dieses Gut war ehemals kurmutpflichtig anden Frohnhof zu Fischenich, auf welchem jährlich zwei Sümber Korn undfünf Schillinge gezahlt werden mußten. 1469 besaß dasselbe Rütger vonFalkenberg und l517 Rütger von Arweiler. 1750 gehörte es zur Hälftedem Geheimrath von Gruben, zur andern Hälfte den Servitessen imFilzengraben zu KöliQ). Jetzt ist es im Besitz des Grafen von Bergh-Trips.

Außer den erwähnten waren noch mehrere kleinere Güter in Mesche-nich lehnpflichtig an das Stift St. Maria im Capitol und mußten einenGeschworenen auf den Frohnhof zu Fischenich stellen, so das Beilgens-,Giesens-, Kerstgens- und Leiugens-Gut, die ihren Namen nach frühemBesitzern trugen, jetzt aber unter demselben nicht mehr bekannt sind.

Meschenich wurde 1285 von Erzbischof Siegfrid zum Bei sangder Stadt und Festung Brühl gezogen ^). Auch stand Meschenich ehemalsunter dem Schöffengericht, wie unter der Verwaltung des Amtmanns vonBrühl.

Den großen Zehnten im Meschenicher Felde hatte das Stift St.Severin zu Köln. Nach den von dem Dechanten des genannten Stifts,Franz Caspar von Francken-Sierstorff, abgefaßten Notizen vom Jahre1718 3) empfing das Stift vom Pächter des Zehnten: von der vermiethetenZehntscheune in Meschenich 7 Goldgulden — 130 köln. Mark 8 Albus,vom Zehnten 15 Gulden — 43 köln. Mark 4 Albus.

Novalzehnten 6 Malter Korn. Jährlich feststehend 32 Malter.Aus dem Zehnten wurden jährlich dem Pastor gezahlt 22 Malter Korn.Den Zehnten vom Rübsamen im Meschenicher Felde bezog derPastor. In einem alten Necrologium des kölnischen Collegiatstists

st Alster, Historisch-geographisches Lexicon. — st Lac., Urk., II 802. — st Hotataäiz;na ab Illo. Irans. 6asp. äs UranobsQ-LisrstorM osngssta 1718. Im Kirchcn-Archiv von St. Severin.