440
Meschenich.
des Stifts St. Maria im Capitol zu Köln und kurmutpflichtig aü denFrohnhof desselben zu Fischenich, wie aus einer Urkunde von 1445 er-hellt*). Auf St. Martin's des Bischofs Abend des genannten Jahresverkauft Winrich Raitz von Frentz für sich und seine Erben (mit Zu-stimmung der Abtissin und des ganzen Capitels der Kirche St. Mariaim Capitol, „die von den Gütern erbliche Renten und Gülten haben unddenen dieselben dafür verpfändet sind"), dem Gotthard von Gleuel undBelgyn (Sibylla), seiner ehelichen Hausfrau, Hof und Gut zu „Mes-schungen" mit allen Gebäuden und Ackerland (nämlich 60 Morgengen Jmmendorp, 60 Morgen zwischen Hoggendorp^), und 66 Morgenzwischen Vischenich gelegen), mit 2 Malter Weizen, 6 Stimmer Roggen,8 Capaunen und 3 Gänsen Erbrenten, die jährlich in den genanntenHof gezahlt werden von einer Hofstatt und 11 Morgen Ackerland; ebenso6 Stimmer Roggen, 3 Stimmer Weizen, 3 Gänse und 2 Capaune, dievon Heinrich Porre von Haus und Hof; dann *(2 Malter Weizen und2 Capaune Erbrente, die der Pastor Hermann von Meschenich voneiner Hofstatt und Weingarten in den Hof gibt. Hof und Gut sindnach dem Tode von Vater und Mutter dem Winrich bei der Theilungzugefallen. Da aber sein Bruder Rütger als empfangende Hand an denHof geschrieben war, so verzichtet dieser mit Winrich zugleich vor derMann- und Lehnkammer des Stifts und vor dem Schöffengericht zuBrühl auf den Hof, vorbehaltlich des Lehnrechts der Abtissin und derVerpflichtung, auf dem Frohnhof zu Vischenich 1 Stimmer, Korn, 3Schillinge jährlich zu zahlen und einen Geschworenen zu stellen, und 16Malter Korn Erbrente zu liefern". Mit dem Kirchenhof waren belehnt:1392 Wilhelm von Rondors, wie vordem Werner von Rondorf; 1407Johannn von Frentz, wie fein Schwiegervater Wilhelm von Rondorf;vor 1445 Winrich Raitz von Frentz und sein Bruder Rütger. Dannwird das Gut au Gotthard von Gleuel verkauft. Der Verkauf scheintjedoch rückgängig gemacht zu sein, denn 1467 wird Johann von Stommelfür die unmündigen Erben Winrichs von Frentz belehnt; 1480 Johann, desWinrich von Frentz Sohn und zugleich Johann, des Rütger von FrentzSohn; 1487 Arnt von Frentz wie fein Bruder Johann, Sohn vonRütger; 1524 Johann Quadt von Buschfeld, nach dem Tode seinesSchwiegervaters Arnt von Frentz, und des Johann von Frentz; 1844Aloff (Adolf) von Quadt zu Buschfeld; 1570 dessen Sohn Wilhelmvon Quadt; 1661 Adolph von Quadt zu Buschfeld. 1693 wurde derHof durch die Franzosen eingeäschert. Durch Schultheiß und Schöffen
h Urk. im Archiv des Stifts St. Maria im Capitol. — 0 Hoggendorp war einjetzt verschwundener Weiler zwischen Meschenich u. Altengeldorferhof.